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Salzburger Imker im Baltikum Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

S  Salzburger Imkerreise nach Lettland und Litauen 24.-28. April 2019

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 Lange geplant, endlich geht es ins Baltikum. Eine Reise der Salzburger Imker wurde Ende April 2019 Wirklichkeit. Die Route ging über Wien-Riga-Vilnius-Salzburg. Flug nach Riga. Die alte Hansestadt präsentierte sich den 38 Teilnehmern von der schönsten Seite. Traumhafte Kultur Altstadt mit schönen Bauten und Fassaden begeisterten uns bei hellstem Sonnenschein und Sommer Temperaturen. Immer noch merkt man den preußischen Einfluss in der Hauptstadt Lettlands.

Die Fahrt am nächsten Tag ging nach Daugmale zu einem Berufsimker names Jana Biscu. Ganz offen wurde uns die Imkerei in Lettland präsentiert und erklärt. Mit 400 Bienenvölkern und einem Durchschnittsertrag von über 50 kg kann man immerhin leben. Auch die fleißige Imkersfrau trägt durch Töpfereiwaren dazu bei. Über den Großhandel ist allerdings auch nur ein sehr schlechter Erlös zu erwirtschaften.  Äußerst gastfreundlich und mit Bewirtung, wir bestaunten die Bienenvölker, einer Buckfastlinie die wunderbar entwickelt und sehr sanftmütig waren. Ein herrlicher Tag bei einem Imker mit seiner Frau aus dem Norden den wir nicht vergessen werden.

Auf der Weiterfahrt besuchten wir einen weiteren jungen Imker. Geimkert wird in Lettland mit Dadantbeuten. Die Imkerei ist im Aufbau, die Zucht von Bienenköniginnen zur Vermarktung ein wichtiges Standbein. Ebenfalls sehr gastfreundlich und fachliche  Erklärungen zu verschiedenen Themen der Imkerei.

Auf dem Weg nach Klaipeda, besuchen wir den „Berg der Kreuze“. Eine Ansammlung von über 55.000 großen und kleinen Kreuzen an einem Kraftort der Germanen, der von der Bevölkerung mittlerweile als Wallfahrtsgedenkstätte genutzt wird. Auch Johannes Paul II. besuchte vor Ort diese Gedenkstätte.

Übernachtung in Klaipeda, einer alten Hafenstadt an der Ostsee, einziger und größter Hafen von Lettland. Am Morgen Weiterfahrt mit der Fähre in die „kurische Nehrung“. Diese Halbinsel gehört etwa zu 50% nach Litauen und zu 50% nach Russland. Ein Naturparadies und  Nationalparkgebiet das zu besichtigen sich immer lohnt. Die Insel ist eine gewaltige Sanddüne, etwa 60 m hoch an der höchsten Erhebung. Der Ort Nidda, ein UNESCO Weltkulturerbe mit wunderbaren schönen alten Häusern, ist besonders bekannt für die Vorkommen von Bernstein. Die versteinerten Harze konnten wir auch im ortsansässigen Bernsteinmuseum bestaunen. Ein High Light der Reise.

wasserburg in trakai.jpg

 Weiterfahrt und Übernachtung in Kaunas, bereits in Litauen mit Abendspaziergang in einer lauen Sommernacht. Am nächsten Tag fahren wir nach „Prienai“ zur Firma „Wilara“. Die Firma ist der größte Imkerbedarfshändler in Litauen, mit 40 Zweigstellen praktisch dominant im ganzen Land. Auch wir im Imkerhof Salzburg pflegen seit vielen Jahren gute geschäftliche Beziehungen mit Wilara. Die Einladung war gut vorbereitet.  Die Gewinnung von Bienenbrot mit geeigneten Geräten ist eine Entwicklung von Gediminas dem Inhaber der Firma und gelernten Ingenieur. Sehr interessante Betriebsführung des Inhabers mit lustigen Einlagen. Gruppenfoto bei 30 Grad vor dem Firmengebäude und das Ende April im Baltikum.

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  Weiter ging es nach „Trakai“ mit der bekannten und malerischen roten Wasserburg aus Ziegelbackstein. Der Ort war Hauptstadt im Mittelalter und ist praktisch überall von Wasser umgeben. Ein mittlerweile berühmter Tourismusort und ein Fixpunkt für jeden Baltikum Besucher.

Übernachtung in der Hauptstadt „Vilnius“ mit Stadtbesichtigung am nächsten Vormittag. Vilnius ist mit seinen über 50 Kirchen, Klöstern und orthodoxen Kirchen, einer wunderschönen mittelalterlichen Altstadt mit Burg ebenfalls ein Muss für jeden Besucher Litauens. Nachmittag Heimflug mit der Austrian Airline nach Wien.

Das Baltikum hat uns alle sehr beeindruckt. Nicht nur des überaus schönen Wetters wegen,  sondern auch wegen der wunderbaren, weiten Landschaft. Ende April ist alles in Blüte und die Bienen finden Nahrung und Nektar im Überfuss. Die vielen kleinen Bäche, Seen und Schilfbestände bieten viel Platz für Kleintiere die wiederum Nahrung für die über 1000 Brutpaare an Weißstörchen sind. Kraniche, Brachvögel und viel andere Wasservögel finden Lebensraum und Ruhe in Litauen und Lettland. Die gastfreundliche Bevölkerung ist sehr bemüht, auch der Tourismus soll forciert werden um das Wirtschaftswachstum im Land weiter zu fördern.

Alles in allem ein wunderbares Stück Europa das zu bereisen sich immer lohnt. Großes Dankeschön an unsere Leiterin Andrea Simeth, bestens organisiert und immer bemüht um unsere Imkergruppe. Die Salzburger Imker werden diese Reise sehr lange in bester Erinnerung behalten. Wir freuen uns auf eine weitere Imkerreise im nächsten Jahr.

 IM Matthias Fink

 

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Mai 2019 )
 
Projekt Blühwies`n in Salzburg Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Saatgutsämereien für Blumenwiesen !

In Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband Salzburg, dem Maschinenring Salzburg und dem Landesverein der Bienenzüchter  gab es ein Treffen mit Landesrätin Maria Hutter. Es geht darum für die Insekten im allgemeinen wieder vermehrt Möglichkeiten anzubieten die diesen Tieren Lebensraum geben.

Dazu braucht man allerdings Flächen auf denen Blütenpflanzen gedeihen können. Auch die Politik unterstützt diese Initiative "Blühwies`n" zur Schaffung von Lebensraum für Insekten.

Über die Lagerhäuser im Bundesland Salzburg und auch über den Imkerhof sollen dieses Jahr Sämerein zur Verfügung gestellt werden womit man kleinere Flächen im Garten mit Blühpflanzen bestücken kann.

blumenwiesn 2019.jpg

 

Für Kleinflächen ab 10m²  - 3,50 € (Richtpreis incl.Steuer), erhältlich ab Mai im Imkerhof Salzburg.

Info:  www.bienenwiesn.at 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 26. März 2019 )
 
Salzburger Landesimkertag 2019 in Saalfelden Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Bericht zum Salzburger Landesimkertag 2019

 Am Sonntag 17. März 2019 wurde der diesjährige Landesimkertag in Salzburg abgehalten. Veranstaltungsort diesmal der „Gasthof Schörhof“  in der Gemeinde Saalfelden im schönen Salzburger Pinzgau. Ein wunderschöner herrlicher sonniger Wintertag bescherte uns trotzdem ein volles Haus, auch wenn viele Imker diesen Tag zur ersten Revision bei den Bienenvölkern genutzt haben.

Landesobmann IM Wilhelm Kastenauer begrüßte um 9. 00 Uhr  die Imkerinnen und Imker aus dem Bundesland, vorneweg eine Reihe prominenter Ehrengäste und Politiker die sich für uns Zeit genommen haben.

An der Spitze Landesrätin Maria Hutter, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Georg Wagner, Landtagsabgeordnete Karin Berger, Landtagsabgeordnete Barbara Thöny, Bürgermeister Erich Rohrmoser aus Saalfelden.

  Alle Ehrengäste richteten Grußworte an den Landesimkertag, einhellig wurde die Wichtigkeit der Imkerei im Sinne einer funktionierenden Umwelt betont. Landesrätin Hutter verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Imkerei im Bundesland Salzburg.

lit saalfelden 2019-1.jpg lit saalfelden 2019-2.jpg lit saalfelden 2019-hutter.jpgZu Beginn wurde die Generalversammlung der Salzburger Imkergenossenschaft abgehalten. Der Vorstand konnte wiederum eine gute Bilanz vorlegen. Die Genossenschaft steht auf einem gesunden Fundament, dafür gebührt nicht nur der Geschäftsführung der besondere Dank, sondern auch allen Imkerinnen und Imkern die uns die Treue halten.

Der Landesobmann trug auch den Revisionsbericht der Salzburger Raiffeisenverbandes vor. Dieser bestätigt die ordnungsgemäße Geschäftsführung im Sinne der Satzungen der Salzburger Imkergenossenschaft.


Aufsichtsrat Obmann IM Josef Mösl bestätigt die gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und ersucht um Entlastung der Funktionäre. Er bedankt sich auch bei der Belegschaft für die geleistete Arbeit für unsere Organisation.

Es wurden keine Anträge eingebracht und auch unter dem Punkt „Allfälliges“ gab es keine weitere Wortmeldung.

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Im Anschluss daran wurde die Landesvollversammlung des Landesvereins für Imkerei und Bienenzucht in Salzburg eröffnet. Kastenauer berichtet über die Tätigkeiten und Aktivitäten des Landesvereins. Ein reges Kursgeschehen im Sinne auch vieler Neueinsteiger bestimmt weitgehend in vielen Bereichen das Aufgabengebiet des Landesvereins.

Der Landesobmann prangert aber auch an, dass auf diesen Zug mittlerweile auch andere aufgesprungen sind. Es scheint im Zeitgeist zu liegen, dass heute Bienenvölker zur Bestäubung verpachtet oder verleast werden, womit man gut Geld verdienen kann. Imkerei bedeutet aber Produkte mit Hilfe der Bienen zu erzeugen. Man unterstützt die Imkerei in Salzburg am besten dadurch, indem man den Imkern für ihren mühsam erzeugten Honig einen guten Preis zahlt und auch bei Imkern einkauft. Die Bestäubungsleistung stellt sich dann von ganz alleine ein, denn die 2500 Imker und Imkerinnen im Bundesland gewährleisten allein durch ihre Existenz und ihren Idealismus eine flächendeckende Bestäubung.

 Gedankt wurde verdienten Wanderlehrern die aus Altersgründen ihr Amt ruhend stellen. Josef Holleis und Leo Steiner aus dem Pinzgau und Herbert Eder aus dem Tennengau. Alle drei Herren haben im Sinne unserer Organisation lange Jahre gewirkt und viele Imkerinnen und Imker ausgebildet. Lehrreferent DI Richard Kaiser hat dafür allen den besonderen Dank des Landesvereins ausgesprochen und dazu kleine Anerkennungsgeschenke überreicht.

Die Bilanz bzw. der Gewinn des gemeinnützigen Vereins fällt bescheiden aber positiv aus. Die Kassaprüfer bestätigen die Richtigkeit aller getätigten finanziellen Ein-und Ausgaben.

Die Referenten für Honig, Gesundheit, Zucht, Tracht und Lehrwesen gaben infolge ihre Berichte zum Besten und berichten aus diesen Resors.

Anschließend freuten wir uns alle auf den Vortrag vom Kreisvorsitzenden aus dem Berchtesgadener Land und bayrischen Honigreferenten IM Stefan Ammon. Ammon hielt ein flammendes Plädoyer für unseren Honig in allen Einzelheiten. Sehr schön vorgetragen und im Detail erklärt, vom Nektar bis zum fertigen Honig im Glas. Super Vortrag eines Spezialisten, man merkt die Begeisterung für Bienen und Bienenprodukte von einem Referenten dem vor allem die Qualität sehr am Herzen liegt. Stefan Ammon zog alle in seinen Bann, ein sehr guter Redner, sogar unsere Landtagsabgeordneten waren begeistert bis zum Schluss .

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Ende der Veranstaltung gegen 12.30 Uhr, Obmann Kastenauer bedankt sich für die rege Anteilnahme und freut sich auf ein Wiedersehen am nächsten Landesimkertag 2020 im Salzburger Lungau.

IM Matthias Fink

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. März 2019 )
 
ÖEIB Messe Graz 22.-24. Feb.2019 Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Die Messe des österreichischen Erwerbsimkerbundes hat dieses Jahr auch uns von der Salzburger IG nach Graz gerufen.

Mit Bienenwohl, Api Life VAR und Api Bioxal haben wir die Bio Produkte in der Varroabekämpfung gut vertreten. 

messe graz 2019.jpg

 

 
Bienenwohl wieder lieferbar ?!!! Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

 

Neueste Meldung dazu (Stand 2.10.2018):
Bienenwohl wird am 12. Oktober bei uns eintreffen und steht ab dato wieder zur Verfügung. Wir haben bereits eine sehr lange Liste an Bestellungen, werden uns aber bemühen Sie alle möglichst schnell zu bedienen. Bitte haben Sie etwas Geduld falls sich die Lieferung etwas verzögert, wir arbeiten so gut es geht damit Sie alle wieder an den Bienenvölkern die letzten Milben entfernen können.  Wir freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit, jetzt auch mit allen Imkerkolleginnen und Kollegen in ganz Europa. 

 Liebe Imkerkolleginnen und Kollegen!

Mittlerweile läuft die Sache mit unserem Oxalsäureprodukt "Bienenwohl" wieder normal. Die Zulassung ist gültig als Tierarzneimittel zur Bekämpfung der Varroamilbe bei Honigbienen. In ganz Europa schätzen viele Imker dieses Produkt, das mittlereweile schon 20 Jahre Erfahrungen aufweisen kann und sich bewährt. Die letzten Entmilbungen haben alle im Dezember noch gemacht, so sollten unsere Völker schon wieder erwacht sein und sich in der Entwicklung befinden.

Zu Ihrer Info:bienenwohl 2014.jpg

 Bienenwohl ist nicht das gleiche wie andere Oxalsäureprodukte. Es gibt jetzt kein neues BW sondern nur eine neue Nummer (EU-Zulassungsnummer). Es sieht auf den ersten Blick jetzt zwar sehr ähnlich aus, aber die Inhaltsstoffe sind doch sehr verschieden. Haupt-Wirkstoff ist 3,5% Oxalsäure aber im BW sind noch andere Stoffe die eine sehr gute Bienenverträglichkeit bewirken. Unter anderem macht das Glyzerin als hochwertiger Alkohol im BW die Tropfenbildung d.h. bei der Träufelung werden die Bienen nicht nass (ein ganz gravierender Unterschied), sondern viele Bienen haben dann ein Tröpfchen am Körper, welches durch die Verteilung über das Haarkleid immer kleiner wird bis es endlich verdunstet.

Auch bewirken die ätherischen Öle (im Zucker) eine Verwirrung der Milben, welche sie daran hindert sofort wieder in der Brut zu verschwinden, sodass die Milbe auf den Bienen durch die Oxalsäure greifbar wird. Aus diesen Gründen träufeln wir bei BW auch nicht 50 ml (Erfahrungen) und mehr, sondern nur 10-15 ml. So wird BW zum einzigen Oxalsäureprodukt das man ohne Schäden an den Bienen öfter anwenden kann. Die derzeitige Regelung (in der Flasche sind Oxal-Zitronensäure u. Alkohole, Zucker und Öle sind separat) ist die EU Vorschrift für die Anwendung der Oxalsäure. Das Produkt ist jetzt ein Tierarzneimittel, daher musste auf Propolis verzichtet werden (neutral, jetzt die helle Farbe), da sich ein Arzneimittel absolut nicht verändern darf und in der mindestens Haltbarkeitszeit stabil bleiben muss. Dies hat keine Auswirkung auf die Wirksamkeit.

Wir bemühen uns alle Bestellungen schnell abzuarbeiten, bitten aber um etwas Geduld in der Hauptsaison, auch wenn es normalerweise schnell geht.

 Es gibt jetzt eine Preisanpassung bei BW, die 1000g Flasche wird dann 33,50 € kosten und die 500g 25,-- €.

Versandkosten über DPD-Dienst:

Bis 2 kg/14,-- € bis 5 kg/15,-- € bis 10 kg/16,-- €

Hoffe damit gedient zu haben

IM Matthias Fink                                                                                                          

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Februar 2019 )
 
Königin -Markt im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Markt-Tag im Imkerhof Salzburg

 Am Samstag den 7. Juli 2018 wurde wieder unser Königin Markt im Gebäude des Imkerhofes abgehalten. Sehr gut besucht an diesem schönen Sanstag vormittag, so waren auch in kurzer Zeit alle Königinnen der Züchter verkauft. Auch Ableger und Kunstschwärme fanden ihre Abnehmer. Zu Besuch die Imkergruppe aus Scheibs in Niederösterreich, sie konnten schöne Tage im Salzburger Land verbringen. Nochmal vielen Dank und schöne Grüße nach Scheibs.

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Das Geschäft wurde von unseren bewährten Verkäuferinnen am Markttag geleitet und freundlich bedient. Großes Dankeschön an alle, ich denke unsere Kunden werden gerne wiederkommen.

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Großes Dankeschön auch an unsere Freunde aus St.Johann im Pongau welche die Bewirtung mit Jause und Getränken in bewährter Manier wieder ganz hervorragend bewältigt haben.

Matthias Fink, Geschäftsführer 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Juli 2018 )
 
Kommentar Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   
Liebe Imkerinnen und Imker!

Das Jahr 2017 hatte es ja wieder einmal in sich, betreffend die Bienenhalter und Imker. Nach großen Völkerverlusten während und nach der Auswinterung, haben wir in Salzburg trotzdem ein sehr gutes Betriebsergebnis einfahren können, die Honiglager sind wieder gefüllt. Rückwirkend betrachtet wollen wir aber auch Lehren aus der vergangenen Situation ziehen.

Wer sich in der Bienenhaltung in Sachen Varroabekämpfung an ein integriertes Konzept, das ganzjährig im Hinterkopf mitarbeitet hält,  sollte eigentlich keine zu großen Probleme mit der Milbe haben. Dennoch: es gibt unerklärliche Rückschläge die auch den besten Imker unerwartet treffen können, wie dies sicher bei manchen in diesem Frühjahr 2017 eingetreten ist. Viele der verlorenen  Bienenvölker waren noch bis zur Winterbehandlung schön entwickelt, kurze Zeit später aber in sich zusammengefallen oder abgeflogen. Wieder einmal waren es die sekundären Viruserkrankungen die manches Volk zu Fall brachten und den Imker/In vor ein scheinbar unlösbares Rätsel stellten. Da beginnt man an seinem Behandlungskonzept zu zweifeln, aber es waren in den allermeisten Fällen, bin ich überzeugt, nicht die Produkte die zu wenig gewirkt haben. Vielmehr ist wieder durch den zu milden Winter 2015/16 eine zu schnelle Entwicklung der Milben unbemerkt vor sich gegangen, die in Folge dann 2016 eine weite Verbreitung der Viren nach sich zog. Die Auswirkungen sahen wir im März 2017 in Gestalt leerer Bienenkisten oder toter Bienenvölker. Wie bereits Prof. Bienefeld in seinen Versuchen „Smart Bees", ein Forschungsprogramm der EU, herausgefunden hat, zeigt sich, dass die Milbe durch die Übertragung des Virus beim Saugakt einen leichteren Zugang zur Hämolymphe der Bienen findet, also ein gegenseitiger Nutzen von Milben und Viren auf Kosten der Biene.

„Die Zukunft in der Milbenbekämpfung kann also nur heißen", so Prof. Bienefeld,  „auf Grund dieser Untersuchungen  irgendwann einen Bienentypus zu finden der auf Grund seines VSH Verhaltens von selbst in der Lage ist die Milbe auf Niveau zu halten. Diese Erkenntnis wird alle Zuchtbemühungen auf eine harte Probe stellen, denn Farbe, Haare oder Flügelindex werden dabei keine, oder nur mehr eine untergeordnete  Rolle spielen. Es kann jede Landbiene der Mellifera in Frage kommen, egal wie sie aussieht, Hauptsache sie besitzt dieses Merkmal in einer ausgeprägten und vererbbaren Form". Die Widerstandskraft der Bienen gegen Bienenviren schwankt erstaunlich stark, wissen wir mittlerweile, teilweise von Stand zu Stand, sie ist aber sicher auch vom Ernährungszustand der Bienen stark abhängig wie uns der Winter 2016/17 beweist. Die Standorte wo es zuvor Trachtverhältnisse gegeben hat waren eindeutig besser gestellt, wie die Lage in den Gebirgsgauen Salzburgs beweist. Wenn wir nicht in der Lage sind den Bienen blühende Landschaften zu bieten, Nektar und Pollen, werden sie auf Dauer, trotz unserer Hilfe, nicht überleben, denn die Milbe auszurotten ist eine Vision die sich nicht erfüllen wird.

Dieser Weg wird noch ein weiter sein, aber auch meiner Meinung nach in die Zukunft gesehen der einzig richtige.

Ja, weil eine genetische Anpassung nachhaltiger ist als der ständige Versuch die Probleme der Bienenhaltung rein betriebstechnisch zu lösen. Als Beispiel sei hier die Schwarmverhinderung erwähnt.

Der Zustand des Varroabefalls ist unter anderem auch ein Ergebnis des Kampfes der Bienen um eine optimale Brutnesttemperatur in der zurückliegenden Brutsaison, z.B. verregneter Sommer 2016. Die Tatsache, dass relativ wenige Zellen von vielen Bienen im Herbst gepflegt werden, scheint für die Entstehung von Winterbienen ein wesentlicher Faktor zu sein. Umgekehrt pflegen im zeitigen Frühjahr relativ wenige Bienen ein schnell größer werdendes Brutnest/Brutzellen. Eine nicht optimale Brutnesttemperatur fördert die Entwicklung der Milbe, wir brauchen daher stark überwinternde Bienenvölker.

Was wir Imker in den nächsten Jahren von der Wissenschaft erwarten können ist der wahrscheinlich sehr langsame, schrittweise Ersatz der Milbenbekämpfungsmittel durch natürliche Therapien sprich: Methoden die bienentechnisch die Möglichkeit bieten (Königin sperren) die Milbe besser mit den herkömmlichen Medikamenten erfolgreich zu greifen. Was wir nicht erwarten dürfen ist ein Wundermittel das uns die Milbe ausrottet, davon sind wir Jahrzehnte entfernt. Noch immer träumen viele Imker davon. Man sieht es am großen Interesse an neuen, vielversprechenden Geräten oder  Medikamenten, wo teilweise viel Geld ausgegeben, oder je nachdem von welcher Seite betrachtet, verdient wird. Unser Konzept mit Bienenwohl und Api Life VAR in Verbindung mit bienentechnischen Maßnahmen ist bekannt und bewährt sich nunmehr seit fast zwanzig Jahren. Ich will hier nicht näher darauf eingehen. 

Im Wesentlichen sehe ich aber den Erfolg der Imkerei im Resultat von Wetter, Standortbedingungen und imkerlichem Können, darin eingeschlossen die Bekämpfung der Milbe.

Wir wollen mit der Bienenhaltung, sprich Imkerei, wertvolle Produkte erzeugen und natürlich auch notwendigerweise  Geld verdienen, aber nicht Bienen züchten um damit Geld zu verdienen, wenngleich sich einzelne darauf spezialisiert haben, aber das ist nicht Imkerei. Dieser feine Unterschied muß grundlegend betont werden, denn er ist die Grundlage und das Verständnis dafür, wie man in der Imkerei Profit machen kann oder muß. Dies erfordert Fachwissen, finanziellen Einsatz in notwendige Investitionen mit verbundenem Geschäftssinn und körperlichen Einsatz, sprich Arbeit. Viele junge Berufsimker der letzten Jahrzehnte sind mit einer falschen Philosophie Opfer ihres Berufes geworden.

Die gute Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft halte ich diesbezüglich für die Existenzfrage in der Imkerei schlechthin. Da wird mit Recht auch viel Kritik geübt an manchen Praktiken die in Feld- Wiesen- und Waldkulturen einen Stand erreicht haben mit dem wir Imker uns oft schwer tun, für alles Verständnis aufzubringen. Aber grundsätzlich haben wir, speziell im alpinen Gebiet, noch immer Möglichkeiten und verständnisvolle Grundbesitzer genug um unsere Bienenvölker artgerecht aufzustellen.

Unsere Gesellschaft hat sich nun mal für diese Form der Landwirtschaft entschieden die wir heute erleben. Verlust und Schädigung der bestäubenden Insekten aber auch vieler anderer Lebewesen in diesem Komplex, sind der Preis den wir alle dafür bezahlen. Nicht die Landwirte sind daran schuld, auch sie stehen mit dem Rücken zur Wand, es ist ausschließlich und allein unsere Wohlstandsgesellschaft und eine ganze Reihe cleverer Handelsketten die an unserem Egoismus gut verdienen. Der verwöhnte „homo sapiens" stellt sich selbst in den Mittelpunkt, nicht mehr das Ganze. So hält sich unsere Vernunft immer wenn es ums Geld geht in engen Grenzen.

Die „Freizeit und Spaßgesellschaft" will heute Grenzen schlechthin nicht mehr akzeptieren, die Achtung vor dem Eigentum geht zunehmend verloren. Dieser Freiheitswahn zerstört mittlerweile vieles mit dem Argument die Natur gehört uns allen, mit Bär und Wolf!

Der Satz: „Der Tourismus zerstört das was er sucht, indem er es findet" ist zu einem Faktum geworden. Auch wir Imker sind davon betroffen, nicht überall sind Bienen gerne gesehen, trotz des gewaltigen Booms den wir in der Imkerei seit Jahren erleben. Sehr gerne gesehen sind aber nach wie vor Produkte die wir mit unseren  Bienen gewinnen, hier können wir in der Öffentlichkeit punkten, auf die naturgewollte Bestäubung hinweisen und die gesundheitlichen Werte von Honig, Pollen, Propolis und Bienenwachs darstellen. In Salzburg haben wir 2017 als ein ganz hervorragendes Bienenjahr erleben dürfen. Dazu brauchen wir Märkte und Veranstaltungen in der Öffentlichkeit, aber vor allem geschulte Fachkräfte welche in der Lage sind ausreichend Auskunft geben zu können. Dabei vertritt jeder von uns die Imkerei in seiner Region.

„Ein Bienenvolk ist ein Wunderwerk sozialer Ordnung, jedes einzelne Individuum ein Kunstwerk der Evolution" eine hinreißende Aussage meine ich. Wünsche Euch und uns allen, dass wir mit diesen großartigen kleinen Tieren noch sehr lange zusammenarbeiten dürfen.

Wünsche Erfolg, Freude und Gesundheit bei und mit den Bienen für 2018

                      IM Matthias Fink

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2019 )
 
Erste Hilfe im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Für unsere gesamte Belegschaft wurde an diesem Wochenende von Donnerstag bis Samstag im Vortragsraum des Salzburger Imkerhofes ein 1. Hilfe Kurs veranstaltet.

Thomas Renner vom roten Kreuz in Linz konnte für diesen Vortragstermin gewonnen werden. Sehr kurzweilige Stunden und viel Information konnten wir mit Thomas vermittelt bekommen.

"Die erste Hilfe ist gar nicht so schwer, wenn man informiert ist das Richtige zur Richtigen Zeit zu tun ", allerdings sind Theorie und Praxis doch zwei paar Schuhe, ähnlich wie in der Imkerei.

 Nochmals vielen herzlichen Dank an Thomas Renner an dieser Stelle von unserer Seite 

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  Die Belegschaft des Salzburger Imkerhofes

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. April 2017 )
 
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Schlagzeilen

Im Herbst und Winter wird der Brutraum an die Bienenmasse angepasst

Im Frühjahr und Sommer wird der Brutraum an die Brutmasse angepasst

IM Jürgen Binder 

 
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