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Projekt Blühwies`n in Salzburg Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Saatgutsämereien für Blumenwiesen !

In Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband Salzburg, dem Maschinenring Salzburg und dem Landesverein der Bienenzüchter  gab es ein Treffen mit Landesrätin Maria Hutter. Es geht darum für die Insekten im allgemeinen wieder vermehrt Möglichkeiten anzubieten die diesen Tieren Lebensraum geben.

Dazu braucht man allerdings Flächen auf denen Blütenpflanzen gedeihen können. Auch die Politik unterstützt diese Initiative "Blühwies`n" zur Schaffung von Lebensraum für Insekten.

Über die Lagerhäuser im Bundesland Salzburg und auch über den Imkerhof sollen dieses Jahr Sämerein zur Verfügung gestellt werden womit man kleinere Flächen im Garten mit Blühpflanzen bestücken kann.

blumenwiesn 2019.jpg

 

Für Kleinflächen ab 10m²  - 3,50 € (Richtpreis incl.Steuer), erhältlich ab Mai im Imkerhof Salzburg.

Info:  www.bienenwiesn.at 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 26. März 2019 )
 
Salzburger Landesimkertag 2019 in Saalfelden Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Bericht zum Salzburger Landesimkertag 2019

 Am Sonntag 17. März 2019 wurde der diesjährige Landesimkertag in Salzburg abgehalten. Veranstaltungsort diesmal der „Gasthof Schörhof“  in der Gemeinde Saalfelden im schönen Salzburger Pinzgau. Ein wunderschöner herrlicher sonniger Wintertag bescherte uns trotzdem ein volles Haus, auch wenn viele Imker diesen Tag zur ersten Revision bei den Bienenvölkern genutzt haben.

Landesobmann IM Wilhelm Kastenauer begrüßte um 9. 00 Uhr  die Imkerinnen und Imker aus dem Bundesland, vorneweg eine Reihe prominenter Ehrengäste und Politiker die sich für uns Zeit genommen haben.

An der Spitze Landesrätin Maria Hutter, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Georg Wagner, Landtagsabgeordnete Karin Berger, Landtagsabgeordnete Barbara Thöny, Bürgermeister Erich Rohrmoser aus Saalfelden.

  Alle Ehrengäste richteten Grußworte an den Landesimkertag, einhellig wurde die Wichtigkeit der Imkerei im Sinne einer funktionierenden Umwelt betont. Landesrätin Hutter verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Imkerei im Bundesland Salzburg.

lit saalfelden 2019-1.jpg lit saalfelden 2019-2.jpg lit saalfelden 2019-hutter.jpgZu Beginn wurde die Generalversammlung der Salzburger Imkergenossenschaft abgehalten. Der Vorstand konnte wiederum eine gute Bilanz vorlegen. Die Genossenschaft steht auf einem gesunden Fundament, dafür gebührt nicht nur der Geschäftsführung der besondere Dank, sondern auch allen Imkerinnen und Imkern die uns die Treue halten.

Der Landesobmann trug auch den Revisionsbericht der Salzburger Raiffeisenverbandes vor. Dieser bestätigt die ordnungsgemäße Geschäftsführung im Sinne der Satzungen der Salzburger Imkergenossenschaft.


Aufsichtsrat Obmann IM Josef Mösl bestätigt die gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und ersucht um Entlastung der Funktionäre. Er bedankt sich auch bei der Belegschaft für die geleistete Arbeit für unsere Organisation.

Es wurden keine Anträge eingebracht und auch unter dem Punkt „Allfälliges“ gab es keine weitere Wortmeldung.

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Im Anschluss daran wurde die Landesvollversammlung des Landesvereins für Imkerei und Bienenzucht in Salzburg eröffnet. Kastenauer berichtet über die Tätigkeiten und Aktivitäten des Landesvereins. Ein reges Kursgeschehen im Sinne auch vieler Neueinsteiger bestimmt weitgehend in vielen Bereichen das Aufgabengebiet des Landesvereins.

Der Landesobmann prangert aber auch an, dass auf diesen Zug mittlerweile auch andere aufgesprungen sind. Es scheint im Zeitgeist zu liegen, dass heute Bienenvölker zur Bestäubung verpachtet oder verleast werden, womit man gut Geld verdienen kann. Imkerei bedeutet aber Produkte mit Hilfe der Bienen zu erzeugen. Man unterstützt die Imkerei in Salzburg am besten dadurch, indem man den Imkern für ihren mühsam erzeugten Honig einen guten Preis zahlt und auch bei Imkern einkauft. Die Bestäubungsleistung stellt sich dann von ganz alleine ein, denn die 2500 Imker und Imkerinnen im Bundesland gewährleisten allein durch ihre Existenz und ihren Idealismus eine flächendeckende Bestäubung.

 Gedankt wurde verdienten Wanderlehrern die aus Altersgründen ihr Amt ruhend stellen. Josef Holleis und Leo Steiner aus dem Pinzgau und Herbert Eder aus dem Tennengau. Alle drei Herren haben im Sinne unserer Organisation lange Jahre gewirkt und viele Imkerinnen und Imker ausgebildet. Lehrreferent DI Richard Kaiser hat dafür allen den besonderen Dank des Landesvereins ausgesprochen und dazu kleine Anerkennungsgeschenke überreicht.

Die Bilanz bzw. der Gewinn des gemeinnützigen Vereins fällt bescheiden aber positiv aus. Die Kassaprüfer bestätigen die Richtigkeit aller getätigten finanziellen Ein-und Ausgaben.

Die Referenten für Honig, Gesundheit, Zucht, Tracht und Lehrwesen gaben infolge ihre Berichte zum Besten und berichten aus diesen Resors.

Anschließend freuten wir uns alle auf den Vortrag vom Kreisvorsitzenden aus dem Berchtesgadener Land und bayrischen Honigreferenten IM Stefan Ammon. Ammon hielt ein flammendes Plädoyer für unseren Honig in allen Einzelheiten. Sehr schön vorgetragen und im Detail erklärt, vom Nektar bis zum fertigen Honig im Glas. Super Vortrag eines Spezialisten, man merkt die Begeisterung für Bienen und Bienenprodukte von einem Referenten dem vor allem die Qualität sehr am Herzen liegt. Stefan Ammon zog alle in seinen Bann, ein sehr guter Redner, sogar unsere Landtagsabgeordneten waren begeistert bis zum Schluss .

lit saalfelden 2019-ammon.jpg

Ende der Veranstaltung gegen 12.30 Uhr, Obmann Kastenauer bedankt sich für die rege Anteilnahme und freut sich auf ein Wiedersehen am nächsten Landesimkertag 2020 im Salzburger Lungau.

IM Matthias Fink

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. März 2019 )
 
ÖEIB Messe Graz 22.-24. Feb.2019 Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Die Messe des österreichischen Erwerbsimkerbundes hat dieses Jahr auch uns von der Salzburger IG nach Graz gerufen.

Mit Bienenwohl, Api Life VAR und Api Bioxal haben wir die Bio Produkte in der Varroabekämpfung gut vertreten. 

messe graz 2019.jpg

 

 
Bienenwohl wieder lieferbar ?!!! Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

 

Neueste Meldung dazu (Stand 2.10.2018):
Bienenwohl wird am 12. Oktober bei uns eintreffen und steht ab dato wieder zur Verfügung. Wir haben bereits eine sehr lange Liste an Bestellungen, werden uns aber bemühen Sie alle möglichst schnell zu bedienen. Bitte haben Sie etwas Geduld falls sich die Lieferung etwas verzögert, wir arbeiten so gut es geht damit Sie alle wieder an den Bienenvölkern die letzten Milben entfernen können.  Wir freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit, jetzt auch mit allen Imkerkolleginnen und Kollegen in ganz Europa. 

 Liebe Imkerkolleginnen und Kollegen!

Mittlerweile läuft die Sache mit unserem Oxalsäureprodukt "Bienenwohl" wieder normal. Die Zulassung ist gültig als Tierarzneimittel zur Bekämpfung der Varroamilbe bei Honigbienen. In ganz Europa schätzen viele Imker dieses Produkt, das mittlereweile schon 20 Jahre Erfahrungen aufweisen kann und sich bewährt. Die letzten Entmilbungen haben alle im Dezember noch gemacht, so sollten unsere Völker schon wieder erwacht sein und sich in der Entwicklung befinden.

Zu Ihrer Info:bienenwohl 2014.jpg

 Bienenwohl ist nicht das gleiche wie andere Oxalsäureprodukte. Es gibt jetzt kein neues BW sondern nur eine neue Nummer (EU-Zulassungsnummer). Es sieht auf den ersten Blick jetzt zwar sehr ähnlich aus, aber die Inhaltsstoffe sind doch sehr verschieden. Haupt-Wirkstoff ist 3,5% Oxalsäure aber im BW sind noch andere Stoffe die eine sehr gute Bienenverträglichkeit bewirken. Unter anderem macht das Glyzerin als hochwertiger Alkohol im BW die Tropfenbildung d.h. bei der Träufelung werden die Bienen nicht nass (ein ganz gravierender Unterschied), sondern viele Bienen haben dann ein Tröpfchen am Körper, welches durch die Verteilung über das Haarkleid immer kleiner wird bis es endlich verdunstet.

Auch bewirken die ätherischen Öle (im Zucker) eine Verwirrung der Milben, welche sie daran hindert sofort wieder in der Brut zu verschwinden, sodass die Milbe auf den Bienen durch die Oxalsäure greifbar wird. Aus diesen Gründen träufeln wir bei BW auch nicht 50 ml (Erfahrungen) und mehr, sondern nur 10-15 ml. So wird BW zum einzigen Oxalsäureprodukt das man ohne Schäden an den Bienen öfter anwenden kann. Die derzeitige Regelung (in der Flasche sind Oxal-Zitronensäure u. Alkohole, Zucker und Öle sind separat) ist die EU Vorschrift für die Anwendung der Oxalsäure. Das Produkt ist jetzt ein Tierarzneimittel, daher musste auf Propolis verzichtet werden (neutral, jetzt die helle Farbe), da sich ein Arzneimittel absolut nicht verändern darf und in der mindestens Haltbarkeitszeit stabil bleiben muss. Dies hat keine Auswirkung auf die Wirksamkeit.

Wir bemühen uns alle Bestellungen schnell abzuarbeiten, bitten aber um etwas Geduld in der Hauptsaison, auch wenn es normalerweise schnell geht.

 Es gibt jetzt eine Preisanpassung bei BW, die 1000g Flasche wird dann 33,50 € kosten und die 500g 25,-- €.

Versandkosten über DPD-Dienst:

Bis 2 kg/14,-- € bis 5 kg/15,-- € bis 10 kg/16,-- €

Hoffe damit gedient zu haben

IM Matthias Fink                                                                                                          

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Februar 2019 )
 
Königin -Markt im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Markt-Tag im Imkerhof Salzburg

 Am Samstag den 7. Juli 2018 wurde wieder unser Königin Markt im Gebäude des Imkerhofes abgehalten. Sehr gut besucht an diesem schönen Sanstag vormittag, so waren auch in kurzer Zeit alle Königinnen der Züchter verkauft. Auch Ableger und Kunstschwärme fanden ihre Abnehmer. Zu Besuch die Imkergruppe aus Scheibs in Niederösterreich, sie konnten schöne Tage im Salzburger Land verbringen. Nochmal vielen Dank und schöne Grüße nach Scheibs.

besuch im imkerhof 2.jpg

Das Geschäft wurde von unseren bewährten Verkäuferinnen am Markttag geleitet und freundlich bedient. Großes Dankeschön an alle, ich denke unsere Kunden werden gerne wiederkommen.

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Großes Dankeschön auch an unsere Freunde aus St.Johann im Pongau welche die Bewirtung mit Jause und Getränken in bewährter Manier wieder ganz hervorragend bewältigt haben.

Matthias Fink, Geschäftsführer 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Juli 2018 )
 
Kommentar Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   
Liebe Imkerinnen und Imker!

Das Jahr 2017 hatte es ja wieder einmal in sich, betreffend die Bienenhalter und Imker. Nach großen Völkerverlusten während und nach der Auswinterung, haben wir in Salzburg trotzdem ein sehr gutes Betriebsergebnis einfahren können, die Honiglager sind wieder gefüllt. Rückwirkend betrachtet wollen wir aber auch Lehren aus der vergangenen Situation ziehen.

Wer sich in der Bienenhaltung in Sachen Varroabekämpfung an ein integriertes Konzept, das ganzjährig im Hinterkopf mitarbeitet hält,  sollte eigentlich keine zu großen Probleme mit der Milbe haben. Dennoch: es gibt unerklärliche Rückschläge die auch den besten Imker unerwartet treffen können, wie dies sicher bei manchen in diesem Frühjahr 2017 eingetreten ist. Viele der verlorenen  Bienenvölker waren noch bis zur Winterbehandlung schön entwickelt, kurze Zeit später aber in sich zusammengefallen oder abgeflogen. Wieder einmal waren es die sekundären Viruserkrankungen die manches Volk zu Fall brachten und den Imker/In vor ein scheinbar unlösbares Rätsel stellten. Da beginnt man an seinem Behandlungskonzept zu zweifeln, aber es waren in den allermeisten Fällen, bin ich überzeugt, nicht die Produkte die zu wenig gewirkt haben. Vielmehr ist wieder durch den zu milden Winter 2015/16 eine zu schnelle Entwicklung der Milben unbemerkt vor sich gegangen, die in Folge dann 2016 eine weite Verbreitung der Viren nach sich zog. Die Auswirkungen sahen wir im März 2017 in Gestalt leerer Bienenkisten oder toter Bienenvölker. Wie bereits Prof. Bienefeld in seinen Versuchen „Smart Bees", ein Forschungsprogramm der EU, herausgefunden hat, zeigt sich, dass die Milbe durch die Übertragung des Virus beim Saugakt einen leichteren Zugang zur Hämolymphe der Bienen findet, also ein gegenseitiger Nutzen von Milben und Viren auf Kosten der Biene.

„Die Zukunft in der Milbenbekämpfung kann also nur heißen", so Prof. Bienefeld,  „auf Grund dieser Untersuchungen  irgendwann einen Bienentypus zu finden der auf Grund seines VSH Verhaltens von selbst in der Lage ist die Milbe auf Niveau zu halten. Diese Erkenntnis wird alle Zuchtbemühungen auf eine harte Probe stellen, denn Farbe, Haare oder Flügelindex werden dabei keine, oder nur mehr eine untergeordnete  Rolle spielen. Es kann jede Landbiene der Mellifera in Frage kommen, egal wie sie aussieht, Hauptsache sie besitzt dieses Merkmal in einer ausgeprägten und vererbbaren Form". Die Widerstandskraft der Bienen gegen Bienenviren schwankt erstaunlich stark, wissen wir mittlerweile, teilweise von Stand zu Stand, sie ist aber sicher auch vom Ernährungszustand der Bienen stark abhängig wie uns der Winter 2016/17 beweist. Die Standorte wo es zuvor Trachtverhältnisse gegeben hat waren eindeutig besser gestellt, wie die Lage in den Gebirgsgauen Salzburgs beweist. Wenn wir nicht in der Lage sind den Bienen blühende Landschaften zu bieten, Nektar und Pollen, werden sie auf Dauer, trotz unserer Hilfe, nicht überleben, denn die Milbe auszurotten ist eine Vision die sich nicht erfüllen wird.

Dieser Weg wird noch ein weiter sein, aber auch meiner Meinung nach in die Zukunft gesehen der einzig richtige.

Ja, weil eine genetische Anpassung nachhaltiger ist als der ständige Versuch die Probleme der Bienenhaltung rein betriebstechnisch zu lösen. Als Beispiel sei hier die Schwarmverhinderung erwähnt.

Der Zustand des Varroabefalls ist unter anderem auch ein Ergebnis des Kampfes der Bienen um eine optimale Brutnesttemperatur in der zurückliegenden Brutsaison, z.B. verregneter Sommer 2016. Die Tatsache, dass relativ wenige Zellen von vielen Bienen im Herbst gepflegt werden, scheint für die Entstehung von Winterbienen ein wesentlicher Faktor zu sein. Umgekehrt pflegen im zeitigen Frühjahr relativ wenige Bienen ein schnell größer werdendes Brutnest/Brutzellen. Eine nicht optimale Brutnesttemperatur fördert die Entwicklung der Milbe, wir brauchen daher stark überwinternde Bienenvölker.

Was wir Imker in den nächsten Jahren von der Wissenschaft erwarten können ist der wahrscheinlich sehr langsame, schrittweise Ersatz der Milbenbekämpfungsmittel durch natürliche Therapien sprich: Methoden die bienentechnisch die Möglichkeit bieten (Königin sperren) die Milbe besser mit den herkömmlichen Medikamenten erfolgreich zu greifen. Was wir nicht erwarten dürfen ist ein Wundermittel das uns die Milbe ausrottet, davon sind wir Jahrzehnte entfernt. Noch immer träumen viele Imker davon. Man sieht es am großen Interesse an neuen, vielversprechenden Geräten oder  Medikamenten, wo teilweise viel Geld ausgegeben, oder je nachdem von welcher Seite betrachtet, verdient wird. Unser Konzept mit Bienenwohl und Api Life VAR in Verbindung mit bienentechnischen Maßnahmen ist bekannt und bewährt sich nunmehr seit fast zwanzig Jahren. Ich will hier nicht näher darauf eingehen. 

Im Wesentlichen sehe ich aber den Erfolg der Imkerei im Resultat von Wetter, Standortbedingungen und imkerlichem Können, darin eingeschlossen die Bekämpfung der Milbe.

Wir wollen mit der Bienenhaltung, sprich Imkerei, wertvolle Produkte erzeugen und natürlich auch notwendigerweise  Geld verdienen, aber nicht Bienen züchten um damit Geld zu verdienen, wenngleich sich einzelne darauf spezialisiert haben, aber das ist nicht Imkerei. Dieser feine Unterschied muß grundlegend betont werden, denn er ist die Grundlage und das Verständnis dafür, wie man in der Imkerei Profit machen kann oder muß. Dies erfordert Fachwissen, finanziellen Einsatz in notwendige Investitionen mit verbundenem Geschäftssinn und körperlichen Einsatz, sprich Arbeit. Viele junge Berufsimker der letzten Jahrzehnte sind mit einer falschen Philosophie Opfer ihres Berufes geworden.

Die gute Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft halte ich diesbezüglich für die Existenzfrage in der Imkerei schlechthin. Da wird mit Recht auch viel Kritik geübt an manchen Praktiken die in Feld- Wiesen- und Waldkulturen einen Stand erreicht haben mit dem wir Imker uns oft schwer tun, für alles Verständnis aufzubringen. Aber grundsätzlich haben wir, speziell im alpinen Gebiet, noch immer Möglichkeiten und verständnisvolle Grundbesitzer genug um unsere Bienenvölker artgerecht aufzustellen.

Unsere Gesellschaft hat sich nun mal für diese Form der Landwirtschaft entschieden die wir heute erleben. Verlust und Schädigung der bestäubenden Insekten aber auch vieler anderer Lebewesen in diesem Komplex, sind der Preis den wir alle dafür bezahlen. Nicht die Landwirte sind daran schuld, auch sie stehen mit dem Rücken zur Wand, es ist ausschließlich und allein unsere Wohlstandsgesellschaft und eine ganze Reihe cleverer Handelsketten die an unserem Egoismus gut verdienen. Der verwöhnte „homo sapiens" stellt sich selbst in den Mittelpunkt, nicht mehr das Ganze. So hält sich unsere Vernunft immer wenn es ums Geld geht in engen Grenzen.

Die „Freizeit und Spaßgesellschaft" will heute Grenzen schlechthin nicht mehr akzeptieren, die Achtung vor dem Eigentum geht zunehmend verloren. Dieser Freiheitswahn zerstört mittlerweile vieles mit dem Argument die Natur gehört uns allen, mit Bär und Wolf!

Der Satz: „Der Tourismus zerstört das was er sucht, indem er es findet" ist zu einem Faktum geworden. Auch wir Imker sind davon betroffen, nicht überall sind Bienen gerne gesehen, trotz des gewaltigen Booms den wir in der Imkerei seit Jahren erleben. Sehr gerne gesehen sind aber nach wie vor Produkte die wir mit unseren  Bienen gewinnen, hier können wir in der Öffentlichkeit punkten, auf die naturgewollte Bestäubung hinweisen und die gesundheitlichen Werte von Honig, Pollen, Propolis und Bienenwachs darstellen. In Salzburg haben wir 2017 als ein ganz hervorragendes Bienenjahr erleben dürfen. Dazu brauchen wir Märkte und Veranstaltungen in der Öffentlichkeit, aber vor allem geschulte Fachkräfte welche in der Lage sind ausreichend Auskunft geben zu können. Dabei vertritt jeder von uns die Imkerei in seiner Region.

„Ein Bienenvolk ist ein Wunderwerk sozialer Ordnung, jedes einzelne Individuum ein Kunstwerk der Evolution" eine hinreißende Aussage meine ich. Wünsche Euch und uns allen, dass wir mit diesen großartigen kleinen Tieren noch sehr lange zusammenarbeiten dürfen.

Wünsche Erfolg, Freude und Gesundheit bei und mit den Bienen für 2018

                      IM Matthias Fink

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2019 )
 
Erste Hilfe im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Für unsere gesamte Belegschaft wurde an diesem Wochenende von Donnerstag bis Samstag im Vortragsraum des Salzburger Imkerhofes ein 1. Hilfe Kurs veranstaltet.

Thomas Renner vom roten Kreuz in Linz konnte für diesen Vortragstermin gewonnen werden. Sehr kurzweilige Stunden und viel Information konnten wir mit Thomas vermittelt bekommen.

"Die erste Hilfe ist gar nicht so schwer, wenn man informiert ist das Richtige zur Richtigen Zeit zu tun ", allerdings sind Theorie und Praxis doch zwei paar Schuhe, ähnlich wie in der Imkerei.

 Nochmals vielen herzlichen Dank an Thomas Renner an dieser Stelle von unserer Seite 

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  Die Belegschaft des Salzburger Imkerhofes

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. April 2017 )
 
Nektarhefe oder Kreuzhefe Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Bestäubungstätigkeit – Die Kreuzhefe oder Nektarhefe

Daß die Bestäubung der heimischen Blütenflora die naturgewollte Aufgabe unserer Bienen ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Diese Tätigkeit, beeinflusst zum gegenseitigen Nutzen von Pflanzen und Insekten, bezeichnet man schlechthin als Lebensgemeinschaft oder Symbiose. Daraus ergibt sich, wie ich schon in der Schule gelernt habe:  Phänotyp = Genotyp + Umwelteinflüsse. An dieser alten Biologenweisheit gibt es grundsätzlich nichts zu rütteln. Bienen besitzen aber zudem noch die Fähigkeit auf den Faktor Umwelteinflüsse selbst großen Einfluß auszuüben. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, können Honigbienen allein durch den Temperaturverlauf während der Metamorphose, ihre Geschwister selbst nach Bedarf stark beeinflussen. Bei einer gewissen Anzahl an Nachkommen wird in dieser Phase der Umwandlung (Puppenstadium) die Temperatur auf 36°C gesteigert (normal 35-35,5°C). Man hat festgestellt, dass dadurch nicht nur langlebige Bienen (auch die Winterbienen werden bei höheren Temperaturen 36° erbrütet) entstehen, sondern auch mehr lernfähige Honigbienen. Es wurde bewiesen, dass ein Bienenvolk die Anzahl dieser langlebigen und damit auch intelligenten Artgenossen sich je nach Volksstärke selbst erziehen kann. Damit können Bienen direkten Einfluß auf die teilweise selbst geschaffene Umwelt  nehmen (Jürgen Tautz). 

 Dabei spielt auch eine Komponente mit, von der man nur äußerst selten zu hören bekommt. Ich habe selbst 3 Jahre die Landwirtschaftsschule in Kleßheim besucht, aber - von einer „Kreuzhefe“ (Anthomyces reukaufii) hat keiner meiner Lehrer je etwas gehört.

Die Kreuzhefe ist eine Pflanzenhefe die sich in den Nektarien der Blütenpflanzen vermehrt. Durch die Bestäubungstätigkeit erfolgt die Verbreitung, vorrangig durch Honigbienen, nur zu etwa 20% sind daran auch Hummeln und Wildbienen beteiligt.

Diese Kreuzhefen vermehren sich in den Nektardrüsen der Pflanzen und leben von Nektar und Pollen. Die Bedeutung dieses Kleinlebewesens (Kreuzhefepilz) wird, soweit überhaupt bekannt, weit unterschätzt. Blütenpflanzen sind die Wiege des Kreuzhefepilzes. Vor der Bestäubung durch Bienen sind diese steril. Erst durch die Bestäubung gelangen eine Mutterzelle und drei Tochterzellen in kreuzförmiger Sprossung, eine sogenannte kreuzförmige Tedrade, in das Nektarium der Pflanze. Durch das Wachstum bilden sich Kolonien die in Folge wieder durch das Sammeln von Nektar der Bienen von diesen verbreitet werden. Dieser Kreuzhefepilz spielt in der Ernährung der Wiederkäuer eine große Rolle. Er wird im Pansen der Wiederkäuer benötigt, zum Abbau von nichteiweißartigen Stickstoffverbindungen. Erst dadurch wird das Panseneiweiß vollwertig und erfüllt alle Funktionen für das Leben des Tieres. Vor allem ist es unverzichtbar für die Fortpflanzung (Brunft), das Haarwachstum und Körperwachstum. Auch auf die Milchleistung bei Kühen besteht ein Einfluß. Die Hefe wird aber nicht mehr ausgeschieden, geschweige denn, dass sie sich in der Pansenflora vermehren kann, sondern sie wird regelrecht verbraucht. Das gesundheitsfördernde Zusammenspiel der Hefepilze im Pansen hat direkten Einfluss auf Appetit, Gesundheit und Trächtigkeit von Wiederkäuern (Wildtieren). Die Güte einer Weide muß man demnach beurteilen nach der Vielfalt des Blütenpflanzenbestandes, damit einem hohen Anteil an Blüten mit Kreuzhefe und natürlich nach dem Bienenstand in der Umgebung zur Verbreitung dieser Nektarhefe. Zudem wissen wir heute nach neuesten Forschungsergebnissen, dass Bienen zur Erhaltung ihres Nestklimas ganz gezielt Bakterien, Pilze, ätherische Öle und Hefen mit bestimmten Pollen eintragen. Dies scheint für den Gesundheitszustand eines Bienenvolkes wichtig zu sein. Man sollte darüber nachdenken, meine ich.

Zwangsläufig ergibt sich die Frage:  Wo lebt dieser Pilz nach dem Verblühen der Blütenflora, wie überlebt er im Winter?  

Der Kreuzhefepilz kann nur in Verbindung mit Nektar leben. Der Pilz vermehrt sich nicht im Pansen, kann auch nicht in Heu oder Silage gefunden werden, da er ohne Blütenstaub abstirbt. Die Bienen verteilen beim Nektar sammeln die Kreuzhefe von Pflanze zu Pflanze. Da aber immer auch Hefesporen an Haaren und Rüssel der Bienen kleben, bringen die Bienen die Nektarhefe heim ins Volk. Die Kreuzhefe hat auch auf die Verdauung der Bienen selbst einen positiven Einfluß, indem sie die Wirkung der Rektaldrüsen in der Kotblase unterstützt. Sogar die Temperatur im Bienenvolk ist für die Hefe günstig. Die Pflanzenhefe hält sich im Volk in den Pollen und Honigvorräten steril eingelagert, sie überdauert so unbeschadet die Winterzeit im Bienenvolk und wird bei den ersten Ausflügen im Frühjahr wieder von Honigbienen verbreitet. Damit schließt sich der Kreis, alles beginnt von Neuem.

In der modernen Landwirtschaft werden heute die Umwandlungs- bzw. Abbauprodukte welche diese Hefe auslöst, durch chemische Substanzen dem Futter beigemischt. Sogenannte Futtermittel -Ergänzer oder gar Medikamente kommen dabei zum Einsatz. Der Bienenstand des Imkers in der Nähe wäre dazu die billigste und sicherste Alternative. Wahrscheinlich müssen unsere Bienen noch viel weniger werden, damit man den Wert für Natur und Umwelt einmal richtig erkennt. Wir Imker jedenfalls wissen Bescheid. Mit Hilfe anerkannter Wissenschaftler wird es gelingen, davon bin ich überzeugt, eines Tages den erstaunlichen Erkenntnissen rund um unsere Bienen auch in dieser Angelegenheit den nötigen Respekt zu verschaffen. 

Auszug: Meisterarbeit für Imkerei, Matthias Fink, 5221 Lochen, März 2007

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. März 2017 )
 
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Seit 8. Juli 2014 gilt die Zulassung für BienenWohl als Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe bei Honigbienen.
 
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