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Bienenwohl wieder lieferbar ?!!! Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

 

Neueste Meldung dazu (Stand 2.10.2018):
Bienenwohl wird am 12. Oktober bei uns eintreffen und steht ab dato wieder zur Verfügung. Wir haben bereits eine sehr lange Liste an Bestellungen, werden uns aber bemühen Sie alle möglichst schnell zu bedienen. Bitte haben Sie etwas Geduld falls sich die Lieferung etwas verzögert, wir arbeiten so gut es geht damit Sie alle wieder an den Bienenvölkern die letzten Milben entfernen können.  Wir freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit, jetzt auch mit allen Imkerkolleginnen und Kollegen in ganz Europa. 

 Liebe Imkerkolleginnen und Kollegen!

Mittlerweile läuft die Sache mit unserem Oxalsäureprodukt "Bienenwohl" wieder normal. Die Zulassung ist gültig als Tierarzneimittel zur Bekämpfung der Varroamilbe bei Honigbienen. In ganz Europa schätzen viele Imker dieses Produkt, das mittlereweile schon 20 Jahre Erfahrungen aufweisen kann und sich bewährt. Die letzten Entmilbungen haben alle im Dezember noch gemacht, so sollten unsere Völker schon wieder erwacht sein und sich in der Entwicklung befinden.

Zu Ihrer Info:bienenwohl 2014.jpg

 Bienenwohl ist nicht das gleiche wie andere Oxalsäureprodukte. Es gibt jetzt kein neues BW sondern nur eine neue Nummer (EU-Zulassungsnummer). Es sieht auf den ersten Blick jetzt zwar sehr ähnlich aus, aber die Inhaltsstoffe sind doch sehr verschieden. Haupt-Wirkstoff ist 3,5% Oxalsäure aber im BW sind noch andere Stoffe die eine sehr gute Bienenverträglichkeit bewirken. Unter anderem macht das Glyzerin als hochwertiger Alkohol im BW die Tropfenbildung d.h. bei der Träufelung werden die Bienen nicht nass (ein ganz gravierender Unterschied), sondern viele Bienen haben dann ein Tröpfchen am Körper, welches durch die Verteilung über das Haarkleid immer kleiner wird bis es endlich verdunstet.

Auch bewirken die ätherischen Öle (im Zucker) eine Verwirrung der Milben, welche sie daran hindert sofort wieder in der Brut zu verschwinden, sodass die Milbe auf den Bienen durch die Oxalsäure greifbar wird. Aus diesen Gründen träufeln wir bei BW auch nicht 50 ml (Erfahrungen) und mehr, sondern nur 10-15 ml. So wird BW zum einzigen Oxalsäureprodukt das man ohne Schäden an den Bienen öfter anwenden kann. Die derzeitige Regelung (in der Flasche sind Oxal-Zitronensäure u. Alkohole, Zucker und Öle sind separat) ist die EU Vorschrift für die Anwendung der Oxalsäure. Das Produkt ist jetzt ein Tierarzneimittel, daher musste auf Propolis verzichtet werden (neutral, jetzt die helle Farbe), da sich ein Arzneimittel absolut nicht verändern darf und in der mindestens Haltbarkeitszeit stabil bleiben muss. Dies hat keine Auswirkung auf die Wirksamkeit.

Wir bemühen uns alle Bestellungen schnell abzuarbeiten, bitten aber um etwas Geduld in der Hauptsaison, auch wenn es normalerweise schnell geht.

 Es gibt jetzt eine Preisanpassung bei BW, die 1000g Flasche wird dann 33,50 € kosten und die 500g 25,-- €.

Versandkosten über DPD-Dienst:

Bis 2 kg/14,-- € bis 5 kg/15,-- € bis 10 kg/16,-- €

Hoffe damit gedient zu haben

IM Matthias Fink                                                                                                          

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Februar 2019 )
 
Königin -Markt im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Markt-Tag im Imkerhof Salzburg

 Am Samstag den 7. Juli 2018 wurde wieder unser Königin Markt im Gebäude des Imkerhofes abgehalten. Sehr gut besucht an diesem schönen Sanstag vormittag, so waren auch in kurzer Zeit alle Königinnen der Züchter verkauft. Auch Ableger und Kunstschwärme fanden ihre Abnehmer. Zu Besuch die Imkergruppe aus Scheibs in Niederösterreich, sie konnten schöne Tage im Salzburger Land verbringen. Nochmal vielen Dank und schöne Grüße nach Scheibs.

besuch im imkerhof 2.jpg

Das Geschäft wurde von unseren bewährten Verkäuferinnen am Markttag geleitet und freundlich bedient. Großes Dankeschön an alle, ich denke unsere Kunden werden gerne wiederkommen.

koeniginnen markt 2018.jpg

Großes Dankeschön auch an unsere Freunde aus St.Johann im Pongau welche die Bewirtung mit Jause und Getränken in bewährter Manier wieder ganz hervorragend bewältigt haben.

Matthias Fink, Geschäftsführer 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Juli 2018 )
 
VIS - Eingaben Drucken E-Mail
Geschrieben von Willi Kastenauer   

VIS – Eingaben:

Es muss jeder Stand auch wenn dieser direkt bei der Wohnadresse steht angelegt werden.

Die Änderungstermine 31. März und 31. Oktober sind unbedingt einzuhalten auch wenn sich bei der Völkerzahl nichts geändert hat. Wenn diese Termine nicht bestätigt werden gibt es Probleme bei der Gesamtvölkerzahl für Österreich.

Wenn wir die abhanden gekommenen Bienenvölker nicht mehr finden, wird es zu einer Kürzung der EU-Förderung kommen, dies trifft alle Imker. 

Willi Kastenauer, Landesobmann

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Juli 2018 )
 
Kommentar Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   
Liebe Imkerinnen und Imker!

Das Jahr 2017 hatte es ja wieder einmal in sich, betreffend die Bienenhalter und Imker. Nach großen Völkerverlusten während und nach der Auswinterung, haben wir in Salzburg trotzdem ein sehr gutes Betriebsergebnis einfahren können, die Honiglager sind wieder gefüllt. Rückwirkend betrachtet wollen wir aber auch Lehren aus der vergangenen Situation ziehen.

Wer sich in der Bienenhaltung in Sachen Varroabekämpfung an ein integriertes Konzept, das ganzjährig im Hinterkopf mitarbeitet hält,  sollte eigentlich keine zu großen Probleme mit der Milbe haben. Dennoch: es gibt unerklärliche Rückschläge die auch den besten Imker unerwartet treffen können, wie dies sicher bei manchen in diesem Frühjahr 2017 eingetreten ist. Viele der verlorenen  Bienenvölker waren noch bis zur Winterbehandlung schön entwickelt, kurze Zeit später aber in sich zusammengefallen oder abgeflogen. Wieder einmal waren es die sekundären Viruserkrankungen die manches Volk zu Fall brachten und den Imker/In vor ein scheinbar unlösbares Rätsel stellten. Da beginnt man an seinem Behandlungskonzept zu zweifeln, aber es waren in den allermeisten Fällen, bin ich überzeugt, nicht die Produkte die zu wenig gewirkt haben. Vielmehr ist wieder durch den zu milden Winter 2015/16 eine zu schnelle Entwicklung der Milben unbemerkt vor sich gegangen, die in Folge dann 2016 eine weite Verbreitung der Viren nach sich zog. Die Auswirkungen sahen wir im März 2017 in Gestalt leerer Bienenkisten oder toter Bienenvölker. Wie bereits Prof. Bienefeld in seinen Versuchen „Smart Bees", ein Forschungsprogramm der EU, herausgefunden hat, zeigt sich, dass die Milbe durch die Übertragung des Virus beim Saugakt einen leichteren Zugang zur Hämolymphe der Bienen findet, also ein gegenseitiger Nutzen von Milben und Viren auf Kosten der Biene.

„Die Zukunft in der Milbenbekämpfung kann also nur heißen", so Prof. Bienefeld,  „auf Grund dieser Untersuchungen  irgendwann einen Bienentypus zu finden der auf Grund seines VSH Verhaltens von selbst in der Lage ist die Milbe auf Niveau zu halten. Diese Erkenntnis wird alle Zuchtbemühungen auf eine harte Probe stellen, denn Farbe, Haare oder Flügelindex werden dabei keine, oder nur mehr eine untergeordnete  Rolle spielen. Es kann jede Landbiene der Mellifera in Frage kommen, egal wie sie aussieht, Hauptsache sie besitzt dieses Merkmal in einer ausgeprägten und vererbbaren Form". Die Widerstandskraft der Bienen gegen Bienenviren schwankt erstaunlich stark, wissen wir mittlerweile, teilweise von Stand zu Stand, sie ist aber sicher auch vom Ernährungszustand der Bienen stark abhängig wie uns der Winter 2016/17 beweist. Die Standorte wo es zuvor Trachtverhältnisse gegeben hat waren eindeutig besser gestellt, wie die Lage in den Gebirgsgauen Salzburgs beweist. Wenn wir nicht in der Lage sind den Bienen blühende Landschaften zu bieten, Nektar und Pollen, werden sie auf Dauer, trotz unserer Hilfe, nicht überleben, denn die Milbe auszurotten ist eine Vision die sich nicht erfüllen wird.

Dieser Weg wird noch ein weiter sein, aber auch meiner Meinung nach in die Zukunft gesehen der einzig richtige.

Ja, weil eine genetische Anpassung nachhaltiger ist als der ständige Versuch die Probleme der Bienenhaltung rein betriebstechnisch zu lösen. Als Beispiel sei hier die Schwarmverhinderung erwähnt.

Der Zustand des Varroabefalls ist unter anderem auch ein Ergebnis des Kampfes der Bienen um eine optimale Brutnesttemperatur in der zurückliegenden Brutsaison, z.B. verregneter Sommer 2016. Die Tatsache, dass relativ wenige Zellen von vielen Bienen im Herbst gepflegt werden, scheint für die Entstehung von Winterbienen ein wesentlicher Faktor zu sein. Umgekehrt pflegen im zeitigen Frühjahr relativ wenige Bienen ein schnell größer werdendes Brutnest/Brutzellen. Eine nicht optimale Brutnesttemperatur fördert die Entwicklung der Milbe, wir brauchen daher stark überwinternde Bienenvölker.

Was wir Imker in den nächsten Jahren von der Wissenschaft erwarten können ist der wahrscheinlich sehr langsame, schrittweise Ersatz der Milbenbekämpfungsmittel durch natürliche Therapien sprich: Methoden die bienentechnisch die Möglichkeit bieten (Königin sperren) die Milbe besser mit den herkömmlichen Medikamenten erfolgreich zu greifen. Was wir nicht erwarten dürfen ist ein Wundermittel das uns die Milbe ausrottet, davon sind wir Jahrzehnte entfernt. Noch immer träumen viele Imker davon. Man sieht es am großen Interesse an neuen, vielversprechenden Geräten oder  Medikamenten, wo teilweise viel Geld ausgegeben, oder je nachdem von welcher Seite betrachtet, verdient wird. Unser Konzept mit Bienenwohl und Api Life VAR in Verbindung mit bienentechnischen Maßnahmen ist bekannt und bewährt sich nunmehr seit fast zwanzig Jahren. Ich will hier nicht näher darauf eingehen. 

Im Wesentlichen sehe ich aber den Erfolg der Imkerei im Resultat von Wetter, Standortbedingungen und imkerlichem Können, darin eingeschlossen die Bekämpfung der Milbe.

Wir wollen mit der Bienenhaltung, sprich Imkerei, wertvolle Produkte erzeugen und natürlich auch notwendigerweise  Geld verdienen, aber nicht Bienen züchten um damit Geld zu verdienen, wenngleich sich einzelne darauf spezialisiert haben, aber das ist nicht Imkerei. Dieser feine Unterschied muß grundlegend betont werden, denn er ist die Grundlage und das Verständnis dafür, wie man in der Imkerei Profit machen kann oder muß. Dies erfordert Fachwissen, finanziellen Einsatz in notwendige Investitionen mit verbundenem Geschäftssinn und körperlichen Einsatz, sprich Arbeit. Viele junge Berufsimker der letzten Jahrzehnte sind mit einer falschen Philosophie Opfer ihres Berufes geworden.

Die gute Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft halte ich diesbezüglich für die Existenzfrage in der Imkerei schlechthin. Da wird mit Recht auch viel Kritik geübt an manchen Praktiken die in Feld- Wiesen- und Waldkulturen einen Stand erreicht haben mit dem wir Imker uns oft schwer tun, für alles Verständnis aufzubringen. Aber grundsätzlich haben wir, speziell im alpinen Gebiet, noch immer Möglichkeiten und verständnisvolle Grundbesitzer genug um unsere Bienenvölker artgerecht aufzustellen.

Unsere Gesellschaft hat sich nun mal für diese Form der Landwirtschaft entschieden die wir heute erleben. Verlust und Schädigung der bestäubenden Insekten aber auch vieler anderer Lebewesen in diesem Komplex, sind der Preis den wir alle dafür bezahlen. Nicht die Landwirte sind daran schuld, auch sie stehen mit dem Rücken zur Wand, es ist ausschließlich und allein unsere Wohlstandsgesellschaft und eine ganze Reihe cleverer Handelsketten die an unserem Egoismus gut verdienen. Der verwöhnte „homo sapiens" stellt sich selbst in den Mittelpunkt, nicht mehr das Ganze. So hält sich unsere Vernunft immer wenn es ums Geld geht in engen Grenzen.

Die „Freizeit und Spaßgesellschaft" will heute Grenzen schlechthin nicht mehr akzeptieren, die Achtung vor dem Eigentum geht zunehmend verloren. Dieser Freiheitswahn zerstört mittlerweile vieles mit dem Argument die Natur gehört uns allen, mit Bär und Wolf!

Der Satz: „Der Tourismus zerstört das was er sucht, indem er es findet" ist zu einem Faktum geworden. Auch wir Imker sind davon betroffen, nicht überall sind Bienen gerne gesehen, trotz des gewaltigen Booms den wir in der Imkerei seit Jahren erleben. Sehr gerne gesehen sind aber nach wie vor Produkte die wir mit unseren  Bienen gewinnen, hier können wir in der Öffentlichkeit punkten, auf die naturgewollte Bestäubung hinweisen und die gesundheitlichen Werte von Honig, Pollen, Propolis und Bienenwachs darstellen. In Salzburg haben wir 2017 als ein ganz hervorragendes Bienenjahr erleben dürfen. Dazu brauchen wir Märkte und Veranstaltungen in der Öffentlichkeit, aber vor allem geschulte Fachkräfte welche in der Lage sind ausreichend Auskunft geben zu können. Dabei vertritt jeder von uns die Imkerei in seiner Region.

„Ein Bienenvolk ist ein Wunderwerk sozialer Ordnung, jedes einzelne Individuum ein Kunstwerk der Evolution" eine hinreißende Aussage meine ich. Wünsche Euch und uns allen, dass wir mit diesen großartigen kleinen Tieren noch sehr lange zusammenarbeiten dürfen.

Wünsche Erfolg, Freude und Gesundheit bei und mit den Bienen für 2018

                      IM Matthias Fink

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2019 )
 
Erste Hilfe im Imkerhof Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Für unsere gesamte Belegschaft wurde an diesem Wochenende von Donnerstag bis Samstag im Vortragsraum des Salzburger Imkerhofes ein 1. Hilfe Kurs veranstaltet.

Thomas Renner vom roten Kreuz in Linz konnte für diesen Vortragstermin gewonnen werden. Sehr kurzweilige Stunden und viel Information konnten wir mit Thomas vermittelt bekommen.

"Die erste Hilfe ist gar nicht so schwer, wenn man informiert ist das Richtige zur Richtigen Zeit zu tun ", allerdings sind Theorie und Praxis doch zwei paar Schuhe, ähnlich wie in der Imkerei.

 Nochmals vielen herzlichen Dank an Thomas Renner an dieser Stelle von unserer Seite 

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  Die Belegschaft des Salzburger Imkerhofes

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 5. April 2017 )
 
Nektarhefe oder Kreuzhefe Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Bestäubungstätigkeit – Die Kreuzhefe oder Nektarhefe

Daß die Bestäubung der heimischen Blütenflora die naturgewollte Aufgabe unserer Bienen ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Diese Tätigkeit, beeinflusst zum gegenseitigen Nutzen von Pflanzen und Insekten, bezeichnet man schlechthin als Lebensgemeinschaft oder Symbiose. Daraus ergibt sich, wie ich schon in der Schule gelernt habe:  Phänotyp = Genotyp + Umwelteinflüsse. An dieser alten Biologenweisheit gibt es grundsätzlich nichts zu rütteln. Bienen besitzen aber zudem noch die Fähigkeit auf den Faktor Umwelteinflüsse selbst großen Einfluß auszuüben. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, können Honigbienen allein durch den Temperaturverlauf während der Metamorphose, ihre Geschwister selbst nach Bedarf stark beeinflussen. Bei einer gewissen Anzahl an Nachkommen wird in dieser Phase der Umwandlung (Puppenstadium) die Temperatur auf 36°C gesteigert (normal 35-35,5°C). Man hat festgestellt, dass dadurch nicht nur langlebige Bienen (auch die Winterbienen werden bei höheren Temperaturen 36° erbrütet) entstehen, sondern auch mehr lernfähige Honigbienen. Es wurde bewiesen, dass ein Bienenvolk die Anzahl dieser langlebigen und damit auch intelligenten Artgenossen sich je nach Volksstärke selbst erziehen kann. Damit können Bienen direkten Einfluß auf die teilweise selbst geschaffene Umwelt  nehmen (Jürgen Tautz). 

 Dabei spielt auch eine Komponente mit, von der man nur äußerst selten zu hören bekommt. Ich habe selbst 3 Jahre die Landwirtschaftsschule in Kleßheim besucht, aber - von einer „Kreuzhefe“ (Anthomyces reukaufii) hat keiner meiner Lehrer je etwas gehört.

Die Kreuzhefe ist eine Pflanzenhefe die sich in den Nektarien der Blütenpflanzen vermehrt. Durch die Bestäubungstätigkeit erfolgt die Verbreitung, vorrangig durch Honigbienen, nur zu etwa 20% sind daran auch Hummeln und Wildbienen beteiligt.

Diese Kreuzhefen vermehren sich in den Nektardrüsen der Pflanzen und leben von Nektar und Pollen. Die Bedeutung dieses Kleinlebewesens (Kreuzhefepilz) wird, soweit überhaupt bekannt, weit unterschätzt. Blütenpflanzen sind die Wiege des Kreuzhefepilzes. Vor der Bestäubung durch Bienen sind diese steril. Erst durch die Bestäubung gelangen eine Mutterzelle und drei Tochterzellen in kreuzförmiger Sprossung, eine sogenannte kreuzförmige Tedrade, in das Nektarium der Pflanze. Durch das Wachstum bilden sich Kolonien die in Folge wieder durch das Sammeln von Nektar der Bienen von diesen verbreitet werden. Dieser Kreuzhefepilz spielt in der Ernährung der Wiederkäuer eine große Rolle. Er wird im Pansen der Wiederkäuer benötigt, zum Abbau von nichteiweißartigen Stickstoffverbindungen. Erst dadurch wird das Panseneiweiß vollwertig und erfüllt alle Funktionen für das Leben des Tieres. Vor allem ist es unverzichtbar für die Fortpflanzung (Brunft), das Haarwachstum und Körperwachstum. Auch auf die Milchleistung bei Kühen besteht ein Einfluß. Die Hefe wird aber nicht mehr ausgeschieden, geschweige denn, dass sie sich in der Pansenflora vermehren kann, sondern sie wird regelrecht verbraucht. Das gesundheitsfördernde Zusammenspiel der Hefepilze im Pansen hat direkten Einfluss auf Appetit, Gesundheit und Trächtigkeit von Wiederkäuern (Wildtieren). Die Güte einer Weide muß man demnach beurteilen nach der Vielfalt des Blütenpflanzenbestandes, damit einem hohen Anteil an Blüten mit Kreuzhefe und natürlich nach dem Bienenstand in der Umgebung zur Verbreitung dieser Nektarhefe. Zudem wissen wir heute nach neuesten Forschungsergebnissen, dass Bienen zur Erhaltung ihres Nestklimas ganz gezielt Bakterien, Pilze, ätherische Öle und Hefen mit bestimmten Pollen eintragen. Dies scheint für den Gesundheitszustand eines Bienenvolkes wichtig zu sein. Man sollte darüber nachdenken, meine ich.

Zwangsläufig ergibt sich die Frage:  Wo lebt dieser Pilz nach dem Verblühen der Blütenflora, wie überlebt er im Winter?  

Der Kreuzhefepilz kann nur in Verbindung mit Nektar leben. Der Pilz vermehrt sich nicht im Pansen, kann auch nicht in Heu oder Silage gefunden werden, da er ohne Blütenstaub abstirbt. Die Bienen verteilen beim Nektar sammeln die Kreuzhefe von Pflanze zu Pflanze. Da aber immer auch Hefesporen an Haaren und Rüssel der Bienen kleben, bringen die Bienen die Nektarhefe heim ins Volk. Die Kreuzhefe hat auch auf die Verdauung der Bienen selbst einen positiven Einfluß, indem sie die Wirkung der Rektaldrüsen in der Kotblase unterstützt. Sogar die Temperatur im Bienenvolk ist für die Hefe günstig. Die Pflanzenhefe hält sich im Volk in den Pollen und Honigvorräten steril eingelagert, sie überdauert so unbeschadet die Winterzeit im Bienenvolk und wird bei den ersten Ausflügen im Frühjahr wieder von Honigbienen verbreitet. Damit schließt sich der Kreis, alles beginnt von Neuem.

In der modernen Landwirtschaft werden heute die Umwandlungs- bzw. Abbauprodukte welche diese Hefe auslöst, durch chemische Substanzen dem Futter beigemischt. Sogenannte Futtermittel -Ergänzer oder gar Medikamente kommen dabei zum Einsatz. Der Bienenstand des Imkers in der Nähe wäre dazu die billigste und sicherste Alternative. Wahrscheinlich müssen unsere Bienen noch viel weniger werden, damit man den Wert für Natur und Umwelt einmal richtig erkennt. Wir Imker jedenfalls wissen Bescheid. Mit Hilfe anerkannter Wissenschaftler wird es gelingen, davon bin ich überzeugt, eines Tages den erstaunlichen Erkenntnissen rund um unsere Bienen auch in dieser Angelegenheit den nötigen Respekt zu verschaffen. 

Auszug: Meisterarbeit für Imkerei, Matthias Fink, 5221 Lochen, März 2007

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. März 2017 )
 
Kommentar zu Weihnachten Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Liebe Imkerinnen und Imker ! 

Wir alle kennen das, da gibt es erfahrene Imkerkollegen die ihr Leben lang mit Bienen gearbeitet haben und nun resignierend den Smoker beiseite stellen um die Imkerei an den Nagel zu hängen. Nicht weil sie zu  alt geworden sind, sondern weil Ihnen das Imkern in mehrfacher Hinsicht zu aufwendig geworden ist.

Auf der anderen Seite erleben wir genau das Gegenteil, ein regelrechter „Run „ auf die Imkerei hat eingesetzt. Noch nie war der Zulauf und das Interesse so groß wie in den letzten Jahren. Die Bedeutung der Bienen und die Wichtigkeit ihres Schutzes ist sehr vielen bewusst geworden. Über weite Strecken wurde die  Diskussion der vergangenen Jahre oft sehr emotional geführt. Diese hat in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für Biene und Umwelt geschärft. Manche Medien vermitteln jedoch den Eindruck, wie einfach doch Imkern eigentlich ist, vor allem ist dazu auch der Absatz von Honig eine Sache um die sich ein Imker auf Grund der immensen Nachfrage nach heimischem Honig ja überhaupt nicht zu sorgen braucht. Jeder kann an jedem Ort  Bienenvölker aufstellen, diese sogar auch noch vermieten, ja die besten Plätze scheinen dazu noch die Dächer in den Städten zu sein, weil draußen auf dem Land die Bauern ohnehin bereits alles vergiftet haben.  Man braucht dazu nur einen Kurs besuchen, ein bisserl Ausrüstung und schon stürzt man sich  ins Abenteuer Natur pur.

Diese Aufhänger bedürfen natürlich einer gewissen Richtigstellung. Grundsätzlich möchte ich diesen positiven Trend zur Imkerei ja begrüßen, sehr sogar, aber wir Älteren welche die Bienenhaltung noch vor dem Einfall der Varroamilbe  erlebt haben, können die neuzeitliche Einstellung relativieren. Wir wissen aus eigenen Erfahrungen, dass die Imkerei noch niemals mit einem so großen Einsatz wie heute betrieben werden musste. Sei es auf Grund des wesentlich erhöhten notwendigen Fachwissens, des körperlichen oder auch des finanziellen Einsatzes. Auch den Zeitaufwand unterschätzt mancher Neueinsteiger allzu oft. Der Parasit hat uns die Imkerei regelrecht auf den Kopf gestellt, trotz heute vieler Möglichkeiten einer regulären, legalen  Bekämpfung in der Milbenregulation haben wir eigentlich keine wirklich großen Fortschritte gemacht.

Eine Ausrottung des Parasiten ist nach wie vor aussichtlos, ja sogar in der Wahl der Mittel und Methoden stoßen wir an Grenzen die uns zwar das Imkern ermöglichen, aber um den Preis einer ganzjährigen Betreuung der Bienen, ein enormer Zeitaufwand fordert den ganzen Imker bzw. Imkerin. Bienenhaltung bedeutet heute Tierhaltung mit durchgehend ganzjährigen Pflegemaßnahmen, selbst im Winter.

Viele, auch Politiker, reden davon, wie wichtig die Bienenhaltung für Natur und Umwelt ist. Die nützlichen Insekten sind ja auch unsere ersten Umweltanzeiger. Niemand spricht aber davon wie aufwendig die Imkerei heute betrieben werden muss um erfolgreich überleben zu können. Wir Imker kämpfen mit  Völkerverlusten und Missernten, wir kämpfen mit der Klimaerwärmung und der Umwelt. Dazu kommt das Dauerthema Varroamilben in Verbindung mit  Viruserkrankungen. Wir kämpfen mit Blütenmangel in den ausgeräumten Landschaften und damit verbunden Vitalitätsverlust bei Bienen und Königinnen. Das schöne Hobby macht uns mittlerweile zu großen Idealisten, denn Geld kann man sich heute woanders leichter verdienen.

Ein Dank gilt den Landwirten die uns, wohlwissend um die Wichtigkeit, unsere Bienenvölker aufstellen lassen. Solange man diesen Dienst mit Honig abgelten kann, ist das eine positive Sache im Dienste der Umwelt. Als Imker sind wir Teil der Landwirtschaft. Unsere Arbeit und die Leistung unserer Bienen sind unmittelbar von den Auswirkungen der landwirtschaftlichen Kultur abhängig. Oft sind aber Voraussetzungen und Ziele ganz unterschiedlich. Hier ist ein gegenseitig aufeinander zugehen notwendig. Solange wir alle nicht bereit sind, mehr Geld für landwirtschaftliche Produkte zu zahlen, bin ich der Meinung, wird der Zwang zu immer größeren Produktionsflächen und damit weiterer Rationalisierung in der Landwirtschaft nicht aufhören. Gesellschaftskritisch könnte man sagen, die konsumverwöhnte Wohlstandsgesellschaft erzieht Egoisten, denen der Weitblick schon lange fehlt. Lebensmittel wachsen nicht im Supermarkt. Gerade in dieser Hinsicht hat das Bienensterben viele aufgerüttelt, die Aufmerksamkeit auf blühende Pflanzen gelenkt. 

In dieser Hinsicht wäre es auch eine Gelegenheit für unsere Bauern, das positive Image der Landwirtschaft zu verstärken, für heimische Produkte aus heimischer Landwirtschaft, in Verbindung mit der Imkerei im Lande. Bienenprodukte ergänzen hervorragend die Palette der bäuerlichen Erzeuger, sie haben bewiesenermaßen auch Heileffekte für den menschlichen Organismus. Imkerei und landwirtschaftlicher Pflanzenbau haben auch viele Gemeinsamkeiten. Vor allem machen uns die fehlenden Winter zunehmend Probleme. Rücksichtnahme in gegenseitiger Partnerschaft halte ich daher für sehr wichtig.

 Vielleicht  kann der positive Trend in die Imkerei erhalten bleiben und damit verhindert werden, dass auch Neueinsteiger in die Imkerei nach kurzer Zeit frustriert wieder das Handtuch werfen.

                               Alles  Gute für 2017

IM Matthias Fink

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Die Honigbiene, eines der wichtigsten Wunder der Erde, schwebt in höchster Gefahr. Das fleißigste Nutztier verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. November 2016 )
 
Österreichischer Jugend Wettbewerb für Imker(innen) Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Salzburg hat eine neue Bundessiegerin:

 Clara Gappmaier aus Tamsweg

gewinnt den österreichischen Jugendimker-Wettbewerb 2016. Auch die beiden weitern Vertreter für Salzburg: Christina  und Franziska, erzielten hervorragende Ergebnisse !

Seit drei Jahren betreue ich eine Imker-Jugendgruppe und wir sind nun beim zweiten Mal bei einem Bundesjugendwettbewerb mit dabei gewesen. Wir haben mit diesem Ergebniss natürlich alle sehr viel Freude.

Einfach war es nicht  - gefordert waren Kenntnisse in folgenden Bereichen: Praktisches Arbeiten am Bienenvolk, Trachtpflanzen, Mikroskop, Gesundheit und Honig-Sensorik. Ein umfangreicher theoretischer Prüfungsteil war die erste Hürde die gemeistert werden musste. Das Niveau der Teilnehmer war sehr hoch. Zu der ganzen Veranstaltung die heuer in Mauterndorf im Biospärenpark Lungau stattfand, gehörte natürlich auch viel Spiel und Spaß dazu - und Dank der Unterstützung seitens des Landesverbandes Salzburg konnte als Highlight eine Rafting Tour unternommen werden.  

Vielleicht motiviert dieser Salzburger Erfolg  den einen oder anderen auch mit Jugendlichen zu arbeiten - ich kann versprechen es macht sehr viel Spaß. Für die Kids ist es ein naturnahes Erleben und Entdecken und sie haben zudem eine hervorragende Alternative zu einer oft nur virtuellen Welt.

„Meine" Mädels waren sich vor dem Wettkampf einig  - wir wollen mit dabei sein und die sein, die den meisten Spaß haben...

Leonhard Gruber

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 26. Juli 2016 )
 
Schlagzeilen
Seit 8. Juli 2014 gilt die Zulassung für BienenWohl als Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe bei Honigbienen.
 
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