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Pestizide in Ackerpflanzen Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Pestizidcocktails in Ackerpfützen gefährden Bienen

Global 2000 hat Pfützenwasser getestet: Jeder vierte Pfützencocktail enthält bienengefährliche Kombinationen aus den unterschiedlichen Pestiziden. Die Risiken für die Biene müssen bei der Zulassung von Spritzmitteln berücksichtigt werden.


In den letzten beiden Maiwochen haben wir in Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Wien und Kärnten Wasserpfützen getestet. Nach starken lokalen Regenfällen haben wir insgesamt 32 Proben entnommen, die sich in Pfützen auf landwirtschaftlichen Flächen gebildet hatten. Die Proben, die von Mais-, Raps-, Soja-, Getreide-, Obst- Feldgemüse- und Weinbau-Flächen, sowie von einem an eine Ackerfläche angrenzenden privaten Hausgarten stammten, wurden an der Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) Klosterneuburg auf Pestizide untersucht. In Summe ließen sich all den untersuchten Pfützen 58 verschiedene Pestizide nachweisen, darunter zahlreiche Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide), Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) und Insektenvernichtungsmittel (Insektizide). Teilweise fanden wir Pestizide in hohen Konzentrationen, die auf eine kürzliche Anwendung hindeuten, aber auch im Spurenbereich, was entweder aus länger zurückliegenden Pestizidbehandlungen oder aus Altlasten im Boden herrührt. In fast allen untersuchten Pfützen waren Abbauprodukte von Atrazin, eines Pestizids, das aufgrund seiner chemischen Langlebigkeit schon 1995 verboten wurde.

Jede vierte Pfütze enthält fatalen Cocktail

Im Durchschnitt fanden wir zehn Pestizide in einer Pfütze. Jeder vierte Pfützencocktail enthielt dabei eine für Bienen fatale Kombination aus dem bislang nicht verbotenen Neonicotinoid Thiacloprid und einem Pilzbekämpfungsmittel. Thiacloprid gilt bekanntlich als bienenverträglich, da Bienen im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten über einen Mechanismus verfügen, um dieses Neonicotinoid zu entgiften. Pilzbekämpfungsmittel aus der Gruppe der Azolfungizide sind aber in der Lage, genau diese Entgiftungsmechanismen zu blockieren und erhöhen so die Bienengiftigkeit von Thiacloprid um das 100- bis 1000-fache, wie Laborversuche gezeigt haben. Dass wir in acht von 32 Pfützen beide Insektizide in Kombination angetroffen haben, ist mehr als beunruhigend.

EFSA: Ackerpfützen als Hauptpfade der Pestizidexposition

Honigbienen sammeln Wasser - bei entsprechender Witterung bis zu einem halben Liter pro Tag für einen Bienenstock. Pestizide sind je nach Dosis für Bienen sofort tödlich oder schwächen die Immunabwehr, das Orientierungsvermögen oder die Kommunikationsfähigkeit. Deshalb hat die mit der europäischen Pestizidzulassung befasste Behörde EFSA zeitgleich mit den europaweiten Neonic-Verboten auch Leitlinien vorgegeben, wie zukünftig im Rahmen der gesetzlichen Pestizidzulassung das Risiko einer chronischen oder wiederholten Exposition für Bienen besser berücksichtigt werden soll. Pfützen auf landwirtschaftlichen Flächen werden dort erstmals als Hauptpfade der Pestizidexposition für Bienen genannt und sollen daher in die Bewertung der Risiken miteinfließen. Eine weitere in diesem EFSA-Vorschlag enthaltene substantielle Verbesserung des Bienenschutzes ist, dass zukünftig bei der Zulassung von Pestiziden auch das Risiko für Hummeln und Wildbienen Berücksichtigung finden soll.

Wir fordern deshalb, dass diese schon vor zwei Jahren präsentierten Verbesserungsvorschläge des Zulassungsverfahrens für Pestizide endlich in die Tat umgesetzt werden. Weitere Verzögerungen oder gar Verwässerungen gegenüber dem EFSA-Vorschlag können wir uns in Anbetracht des Rückgangs an Wildbienen und der regelmäßig wiederkehrenden Völkerverluste bei Honigbienen nicht leisten

Quelle: https://www.global2000.at/pfuetzentests

16. 06.2015

Video: www.ots-video.at/v/pestizidcocktails-in-sterreichischen-ackerpftzen-gefhrden-bienen/

 

 
Bienensterben 2015 / Spiegel Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Das Bienensterben könnte noch dramatischer werden. Experten der EU bestätigten jetzt, dass Pestizide dafür verantwortlich sind. Für die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln ist das eine schlechte Nachricht.

Es ist lange bekannt, dass bestimmte Pestizide schädlich für den Bestand von Honigbienen sein können. Dennoch tun sich Politiker schwer damit, die Chemikalien zur Schädlingsbekämpfung gänzlich zu verbieten. Nun melden sich Wissenschaftler in der Europäischen Union zu Wort. Sie bestätigen, dass der Einsatz bestimmter Gifte für das Bienensterben verantwortlich ist.

Es gebe starke Beweise für die negativen Auswirkungen auf andere Organismen durch Neonicotinoid-Insektizide, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des EU-Wissenschafsnetzwerks Easac.

In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst. Das Netzwerk berät Entscheidungsträger in der EU. Die EU-Kommission überprüft bis Dezember die vor zwei Jahren verhängten Beschränkungen für die Pflanzenschutzmittel, die überwiegend von Bayer aus Leverkusen und Syngenta aus der Schweiz produziert werden. Die Mittel werden in mehr als 120 Ländern eingesetzt.

Dem Bericht der Wissenschaftler zufolge sind vom Einsatz der Insektizide nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen bestäuben. Auch auf insektenfressende Vögel hätten die Pestizide Auswirkungen. Der Studie zufolge drohe durch Pestizideinsatz ein "Bestäubungs-Defizit" - da immer mehr Nutzpflanzen angebaut werden, die in ihrer Entwicklung auf die Bestäubung der Bienen angewiesen sind.

Bayer und Syngenta klagen

Die Brüsseler Behörde hatte 2013 als Reaktion auf das massenhafte Bienensterben den Gebrauch der umstrittenen Insektizide in der EU stark eingeschränkt. Ihr Einsatz bei der Behandlung von Saatgut, im Boden und beim Besprühen von Pflanzen wurde weitgehend verboten. Bayer und Syngenta hatten dagegen geklagt. Die Konzerne verweisen unter anderem auf Untersuchungen, wonach Faktoren wie die Varroa-Milbe Ursache für den Rückgang der Bienenvölker seien könnten.

Der Verband der europäischen Pflanzenschutzmittelhersteller (Ecpa) kritisierte die Easac-Studie als voreingenommen, irreführend und selektiv. Der Bericht erfülle nicht die wissenschaftlichen Standards und sei von einigen nationalen Experten bereits angezweifelt worden. Die Beschränkungen seien auch nicht wirksam. Nur die Bauern würden sich über ernsthafte Verluste bei ihren Pflanzenbeständen beklagen.

Auch Nektar und Pollen sind giftig

Der Easac-Bericht verwies hingegen auf die wirtschaftlichen Gründe für den Schutz von Bienen und anderen Insekten. Drei Viertel der weltweit gehandelten Nutzpflanzen seien abhängig von Bestäubung.

Schon andere Forscher mahnten, auf die Pestizide zu verzichten: Erst im Juni 2014 hatte eine unabhängige Wissenschaftlergruppe, bestehend aus 29 Forschern unterschiedlicher Disziplinen, mehr als 800 Einzelstudien zu dem Thema untersucht. Ihr Fazit: Es sei höchste Zeit, die Verwendung von Neonicotinoiden zu stoppen. Die Schäden für die Umwelt seien noch viel umfassender, als die Einzelstudien bisher ahnen ließen.

Das Problem mit den Neonicotinoiden sei, dass sie - anders als andere Pestizide - nicht nur auf den Blättern der Pflanze bleiben, schrieben die Forscher im Fachmagazin Environmental Science und Pollution Research. Sie verteilen sich auch in Blüten, Wurzeln, Stamm und sogar in Nektar und Pollen. Wenn Tiere diese Pflanzenteile verspeisen, nehmen sie die Neonicotinoide auf.

Mit ihrer Analyse aus dem Sommer 2014 konnten die unabhängigen Wissenschaftler nicht einmal alle Schäden erfassen, die durch den Einsatz der Chemikalien entstehen. Allein eine Untersuchung der sofortigen Auswirkungen gängiger Pflanzenschutzmittel habe gezeigt, dass diese 5000- bis 10.000-mal tödlicher für Bienen sind als das hochgiftige Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT), das in der Bundesrepublik Deutschland bereits seit Juli 1977 verboten ist.

Anmerkung der Redaktion: Spiegel vom 9.4.2015

 

 
Nährwert und Heilwert des Honigs auf die Bienen Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Wie sich kranke Bienen selbst medikamentieren

Forscher fanden heraus, dass an Darmkrankheiten leidende Bienen Honigsorten mit bestimmten Inhaltsstoffen bevorzugen

Halle (Saale) - Honig dient Bienen als Futter und Energiequelle, um über längere Zeiträume hinweg ohne Nahrungszufuhr von außen überleben zu können. Seit Jahren gibt das weltweit zunehmende Bienensterben Anlass zu großer Sorge. Im Fokus der Ursachenforschung stehen dabei vor allem in der Landwirtschaft eingesetzte Insektizide. Doch auch andere Faktoren wie Darmkrankheiten können zum Sterben ganzer Bienenvölker beitragen.

Bienen sind jedoch in der Lage, sich selbst vor Infektionen schützen, indem sie die natürlichen Heilstoffe des Honigs nutzen. Wie Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nun herausfanden, bevorzugen kranke Bienen andere Honige als ihre gesunden Artgenossen: Nämlich jene, deren Inhaltsstoffe besonders wirksam gegen Infektionen des Darms sind. Die Forschungsergebnisse sind aktuell im Fachmagazin "Behavioral Ecology and Sociobiology" erschienen.

Infektion im Bienenstock

In einem Bienenstock leben tausende Bienen auf engem Raum bei über 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit zusammen. Es herrschen also ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Infektionen wehren Bienen zum einen mit Hilfe ihres Immunsystems ab. Zum anderen enthält der von ihnen produzierte Honig natürliche Inhaltsstoffe, die gegen Bakterien, Pilze oder Viren wirken.

Die Forscher um Silvio Erler und Robin Moritz untersuchten, inwieweit Bienen ihren Honig als Heilmittel zur Behandlung von Krankheiten nutzen. "Die Frage war, ob die Tiere entsprechend ihres Gesundheitszustands bei der Wahl des Honigs neben dem Nährwert auch den Heilwert berücksichtigen", so Erler.

Vorliebe für Sonnenblumenhonig

Im Labor infizierten die Wissenschafter Bienen mit dem Darmpilz Nosema ceranae und verglichen dann, wie gesunde und kranke Tiere zwischen verschiedenen Honigen wählten. "Wir beobachteten, dass infizierte Bienen keinen Unterschied zwischen Linden- und Robinienhonig machten. Während Honigtauhonig von ihnen kaum gewählt wurde, hatten sie jedoch eine große Vorliebe für Sonnenblumenhonig, die mit zunehmender Infektion der Bienen sogar anstieg", berichtet Erler.

Anschließend untersuchten die Forscher die Wirksamkeit der Honige auf die Darminfektion. Und tatsächlich: "Die Bienen wiesen wesentlich geringere Sporenmengen im Darm auf, wenn sie sich ausschließlich von Sonnenblumenhonig ernährt hatten. Bienen, die Honigtauhonig konsumiert hatten, zeigten hingegen einen stärkeren Befall."

Auch im Labortest zeigte der Sonnenblumenhonig eine bessere Wirkung als der Honigtauhonig. Die Selbstmedikation zeigt also Wirkung. (red, derStandard.at, 22.9.2015)


 
Kleiner Beutenkäfer in Italien entdeckt Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

  Kleiner Bienenbeutenkäfer in Süditalien !!!

Identifiziert:  einen Ausbruch des kleinen Bienenstockkäfers in der Provinz Reggio Calabria.

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Es ist ein Käfer aus der Familie der Nititulidi, welcher in Nordamerika in den späten 90er Jahren eingefallen war, was zu enormen Schäden in der Imkerei, mit Befallstärken mehrerer hundert Larven und Erwachsener Käfer geführt hat. Ursprüngliche Herkunft ist Afrika.
Prof. Vincent Palmeri, Universität von Reggio Calabria, der Autor von der Entdeckung und Identifizierung dieses exotischen Schädlings, warnte das Gesundheitsministerium in Rom und das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten. Es müssten die  notwendigen Verfahren aktiviert werden um zu begrenzen und zu beseitigen,  weitere Ausbrüche und die Ausbreitung des Schädlings im ganzen Land zu verhindern.

Angesichts der Schwere des Ereignisses, ist es angebracht, dass alle Imker in dem betroffenen Bereich allarmiert werden. Es sollte eine sorgfältige und systematische Beobachtung aller Anzeichen genau registriert werden.

Um alle Symptome der Anwesenheit des Parasiten zu identifizieren ist das Anbringen von öffentlichen Dokumentation, die Aktivierung des Identifikationsschlüssels, welcher bereits im Jahr 2005 vorbereitet wurde, als die bevorstehende Ankunft des Käfers in Italien, wegen einer Entdeckung in Portugal, befürchtet wurde.

Es wird darauf hingewiesen, dass eine obligatorische Meldung von verdächtigen Anzeichen , der lokalen Veterinärbehörde, dem Service aktiv Spionagenetzwerk BeeNet, Inspektion oder Untersuchungen in der Angelegenheit sofort gemeldet werden müssen.

                                                                                              Reggio Calabrien 13.9.2014

 Befall mit dem kleinen Bienenbeutenkäfer (Aethina tumida) in Italien

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit dem 12. September 2014 wurde in Italien in der Provinz Reggio Calabria, Region Kalabrien an vier Standorten in 13 von insgesamt 82 Bienenstöcken der Befall mit dem
kleinen Bienenbeutenkäfer (Aethina tumida) festgestellt. Nach bisheriger Erkenntnis der EU-Kommission (TRACES) wurden aus der betroffenen Provinz keine Bienen oder Teile von Bienenstöcken in andere Mitgliedstaaten verbracht.
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/ Mit anliegender Präsentation hat der Vertreter Italiens während der Sitzung des Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed (SCoPAFF) am 19.09.2014 über die bis zu diesem Zeitpunkt festgestellten Fälle und die ergriffenen Maßnahmen die Mitgliedstaaten informiert. Das Nationale Referenzlabor für Bienenkrankheiten am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) steht mit dem Community Reference Laboratory ANSES in Frankreich bezüglich einer möglichen Ausbreitung und Bekämpfung des Bienenparasiten in Kontakt.
// In diesem Zusammenhang verweise ich auf die anliegende FLI-Broschüre „Leitlinie zur Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) und der Tropilaelapsmilben“ (2014), hier insbesondere auf das Kapitel „Innergemeinschaftliches Verbringen von Bienenvölkern“,
sowie auf die FLI-Broschüre „Der Kleine Beutenkäfer“ (2012).
Weitere Informationen zum Geschehen in Italien werde ich Ihnen nach der nächsten SCoPAFF-Sitzung, die am 06./07. Oktober 2014 stattfindet, mitteilen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Oktober 2014 )
 
Neues Bienenvirus entdeckt Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

SPIEGEL ONLINEWissenschaft  21.1.2014

Bienen-Sterben: Beim Bestäuben Insekten-Kolonien mit Virus infiziertbiene auf herbstaster,jpg.jpg

Honigbienen: Blütenkontakt kann für Insekten tödlich sein

Gefährliche Mission? Eine Biene auf der Suche nach Blütenstaub!

Das verbreitete Sterben ganzer Bienenkolonien gibt Forschern Rätsel auf. Bei Honigbienen haben Biologen nun ein Virus nachgewiesen, das die Tiere schwächen könnte - es tritt normalerweise bei Pflanzen auf.

Beltsville - Ein Pflanzenvirus trägt offenbar zum Bienensterben bei. Forscher aus den USA und China haben bei Honigbienen das Tobacco Ringspot Virus (TRSV) nachgewiesen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass stark infizierte Bienenvölker eher sterben. Offenbar fördert auch die Varroamilbe die Verbreitung des Virus, ohne selbst zu erkranken, schreiben die Forscher um Ji Lian Li von der Chinesischen Akademie für Landwirtschaft in Peking in der Zeitschrift "mBio".

Die Honigbiene (Apis mellifera) ist an der Bestäubung vonweltweit mehr als 90 Feldfrüchten beteiligt. Seit Jahren rätseln Forscher über ein massives Sterben ganzer Bienenvölker, von dem erstmals 2006 berichtet wurde. Studien zufolge tragen dazu verschiedene Krankheitserreger und Parasiten bei, darunter neben der Varroamilbe (Varroa mites) auch viele Viren wie etwa IAPV (Israeli Acute Paralysis Virus), ABPC (Acute Bee Paralysis Virus) oder DWBV (Deformed Wing Bee Virus).

Varroamilben übertragen Virus vermutlich im Bienenstock

Bei einem Routinescreening von Bienen stießen Forscher nun auf das Virus TRSV, das eigentlich Pflanzen befällt und durch Bestäubung verbreitet wird. Dabei kann der Erreger aber offenbar auf den Bestäuber selbst überspringen. "Die Resultate unserer Studie zeigen erstmals, dass Honigbienen durch Kontakt mit kontaminierten Pollen infiziert werden können, und dass die Infektion sich in ihrem Körper weit ausbreiten kann", wird Li in einer Mittelung der Zeitschrift zitiert. Zudem fanden die Forscher, dass infizierte Königinnen infizierte Eier legten.

Das Virus fanden die Forscher auch in Varroamilben, allerdings hier nur in einem Teil des Verdauungstraktes. Daher vermuten sie, dass die Parasiten das Virus im Bienenstock zwar übertragen, selbst aber nicht erkranken.

Bei geschwächten Bienenkolonien stießen die Forscher besonders oft auf Infektionen mit TRSV und anderen Viren. Solche Völker hatten schon im Spätherbst Probleme und starben bis Februar ab. In Kombination mit anderen Viren sei TRSV wahrscheinlich ein beitragender Faktor zum Bienensterben, schreiben die Wissenschaftler.

Ein gefährlicher Mix

Erst kürzlich hatte eine Studie ergeben, dass Bienen in Industrieländern einem Cocktail von Pestiziden ausgesetzt sind - und dass nicht nur Insektizide, sondern auch Pilzvernichtungsmittel die Insekten schwächen können.

Auch dies könnte ein Grund für das seit Jahren in Europa und Nordamerika grassierende Bienensterben sein. Neben Pestiziden werden auch die genannten Krankheitserreger, Klimaveränderungen und fehlende Pflanzenvielfalt dafür verantwortlich gemacht - wahrscheinlich beruht das Phänomen auf einer Kombination dieser Faktoren.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Februar 2014 )
 
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Seit 8. Juli 2014 gilt die Zulassung für BienenWohl als Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe bei Honigbienen.
 
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