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Imker Neueinsteiger Kurse 2019 Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Erstmals werden in Salzburg unsere Neueinsteiger Kurse online mit einem Blog von Herrn Gregor Glaser begleitet und dokumentiert.

Auf der Webseite www.imker-neueinsteiger.at wirst Du ständig mit aktuellen Berichten und Bildern informiert wie es bei den Kursen läuft. 

jungimkertreffen 2015 - kopie klein.jpg

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. März 2019 )
 
Mit Honig nicht ins Schleudern Kommen-Neueinsteiger Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Mit Honig nicht ins Schleudern kommen

(Artikel AMA: aus der Bauern Zeitung Dez.2010)Image

"Bienenhaltung" kann, wenn sie professionell betrieben wird, auch ein wirtschaftlich interessanter Betriebszweig auf dem Bauernhof sein. Hier die wichtigsten Informationen für Neueinsteiger auf einen Blick.

 Bei Honig ist Österreich von einer Selbstversorgung weit entfernt. Nur rund 60 Prozent des Gesamtkonsums von etwa 10.000 t stammen aus heimischer Produktion. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei circa 1,3 kg.
Dass die Imkerei auch eine wirtschaftlich interessante (Neben-)Beschäftigung sein kann, hat die Bauern Zeitung schon vor längerer Zeit in einem Fachartikel dargelegt. Was angehende "Bienenhalter" alles dazu wissen sollten, beleuchtet der folgende Beitrag - von der persönlichen Eignung über die Aufstellung der Bienenstöcke und die technische Ausstattung bis zur Vermarktung von Honig und anderen Bienenprodukten.

Die persönliche Eignung prüfen

Bin ich bereit, während der Hauptsaison (Anfang Mai bis Ende Juli) im Schnitt alle zehn Tage Eingriffe an meinen Völkern vorzunehmen (erweitern, Maßnahmen zur Schwarmverhinderung, Vorbereiten des Honigschleuderns etc.) und dabei je Bienenvolk circa 20 bis 30 Minuten Zeit zu investieren? Nach dem letzten Schleudern im Spätsommer verlaufen die Einwinterungs- Arbeiten (Auffüttern, Bekämpfung der Varroamilbe) jedoch schon unter weitaus geringerem Zeitdruck. Überdies erreichen fast alle Imker durch fortschreitende Rationalisierung der Arbeitsweise eine erhebliche Reduktion ihrer durchschnittlichen Arbeitszeit pro Volk.

Geeigneten Platz zur Aufstellung suchen

Das zum Aufstellen des Bienenstandes zur Verfügung stehende Grundstück sollte groß genug sein, um die Einhaltung der Mindestabstände zu anderen Liegenschaften zu ermöglichen. Diese sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Beispielsweise ist laut niederösterreichischem Bienenzuchtgesetz von der Flugöffnung der Bienenstöcke bis zu den gegenüberliegenden Grundgrenzen ein Mindestabstand von zehn Metern, von den übrigen Seiten des Bienenstandes zu den anderen Grundgrenzen von fünf Metern und zu öffentlichen Verkehrsflächen von 15 Metern einzuhalten. Bei Aufstellung von ausreichenden Hindernissen - zum Beispiel Hecken - vor den Fluglöchern können diese Abstände beträchtlich verringert werden.
Der Aufstellungsplatz sollte als Außenstand gut mit dem Pkw, als Heimbienenstand mit hauseigenen Transportmitteln (zum Beispiel Schubkarren) bequem erreichbar sein. Er sollte jedoch nicht in einer feuchten Senke gelegen und wenn möglich auch gegen extreme Sonnenstrahlung und Windeinwirkung geschützt sein. Wie jedoch das Beispiel jener Bienen zeigt, die auf dem Dach der Wiener Staatsoper gehalten werden, kommen diese auch mit unterschiedlichsten Umweltbedingungen zurecht.

Lagerung von Geräten und Vorräten

Einer Bienenhaltung im Stadt- oder Siedlungsgebiet steht grundsätzlich nichts entgegen. Das Wohlwollen der Nachbarn kann sich der Imker oder die Imkerin unter anderem vielleicht durch ein "regelmäßiges Honigglas" sichern. Zu einer positiven Grundeinstellung der Nachbarschaft trägt sicher auch gezielte Aufklärungsarbeit über die enorm wichtige ökologische Funktion unserer Bienen bei.
Auch die Frage der Lagerung von Geräten und Vorräten ist in der Praxis meist gut lösbar, weil für die Aufbewahrung von Zargen, Rähmchen und Bienenzuchtgeräten (Schleudern, Auftaugeräte, Abfülltöpfe) ein trockener Raum genügt, an den klimatisch keine besondere Anforderung gestellt wird. Durchaus denkbar ist auch eine absperrbare Gartenhütte.

Honig erleidet durch tiefe Temperaturen keinen Schaden; jede dauerhafte Lagerung über 15 Grad C gefährdet jedoch seine biologische Wertigkeit. Bei der Verwendung dichter Lagergefäße ist somit fast jeder unter Erdniveau liegende Kell er geeignet.
Auch Waben sollten zur Vermeidung von Wachsmottenbefall an einem kühlen Ort aufbewahrt werden; andernfalls müssten sie mit eigenen Präparaten (zum Beispiel Bacillus thuringiensis) behandelt oder in regelmäßigen Abständen geschwefelt werden.

Räume zum Schleudern und Abfüllen

Räumlichkeiten zum Schleudern und Abfüllen des Honigs müssen gewährleisten, dass während der Honiggewinnung oder der Abfüllung keinerlei Fremdkörper (zum Beispiel von der Decke), Insekten oder Fremdgerüche in den Honig gelangen und alle Böden und sonstigen Oberflächen gut zu reinigen sind.
Eine verflieste Waschküche, die für die imkerlichen Tätigkeiten ausgeräumt und gereinigt wurde, ist dafür durchaus geeignet. Das Abfüllen von Honig in kleineren Mengen ist aber auch in der Küche gestattet, soferne sich diese in hygienisch einwandfreiem Zustand befindet und sich während der Abfüllung keine Haustiere darin aufhalten.

Imkereiprodukte erfolgreich vermarkten

Die Frage der Vermarktung der Produkte aus der Imkerei - von Honig über Met und Bienenwachs bis zu Propolis - steht in engem Zusammenhang mit der geplanten Ausrichtung der Bienenhaltung:
Man kann davon ausgehen, dass in unseren Breiten unter günstigen Produktionsbedingungen (ausreichendes Vorhandensein von Nektar,- oder Honigtauquellen, gute Witterungsbedingungen und leistungsstarke Bienenvölker) Erträge von 40 kg pro Volk oder sogar mehr erzielbar sind.

Ein klassischer Hobbyimker mit drei Völkern wird seinen Honig meist im Verwandten- und Freundeskreis absetzen können. Bei 30 bis 40 Völkern müssen schon zusätzliche Vermarktungsschienen aufgebaut werden, wie zum Beispiel Verkauf auf Märkten oder Belieferung von Lebensmittelgeschäften etc.
Der in Österreich erzeugte Honig wird zu 70 Prozent direkt von den Imkern an Endverbraucher verkauft. Da qualitativ hochwertiger Honig sehr begehrt ist, lassen sich in der Direktvermarkt  die besten Preise erzielen. Wer die Imkerei als Haupterwerb betreiben und somit einige hundert Bienenvölker bewirtschaften möchte, wird seine Produkte vor allem über den Großhandel mit entsprechend niedrigeren Produzentenpreisen vermarkten müssen.
Sind diese Fragen gelöst, steht dem Einstieg in die Imkerei nichts mehr im Wege. Die Anschaffungskosten halten sich in Grenzen (siehe Zusatzinfo unten).
Interessenten steht, auch im Hinblick auf Förderungen, eine Reihe von Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung (siehe Zusatzinformationen auf dieser Seite).

Dipl.-Ing. Wolfgang Messner  - AMA Agrarmarkt Austria

Anschaffungskosten überschaubar

Neben der persönlichen Schutzausrüstung (Overall, Imkerhut, Handschuhe) sind die ersten Investitionen bloß der Schabermeissel und ein Rauchapparat (Smoker). Im Rahmen der von der EU, vom Bund und von den Bundesländern "kofinanzierten" Förderung der Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen von Honig gemäß Verordnung (EG) Nr. 797/2004 werden die kalkulierten Anschaffungskosten von drei Bienenbeuten inklusive Kunstschwärmen und Reinzuchtköniginnen (zuzüglich Neueinsteigerkurs und ein Fachbuch) von rund 700 Euro mit 40 Prozent, also knapp unter 300 Euro, abgegolten. Mit einem derartigen Set ist der Grundstein für den Beginn gelegt. Die Anschaffung einer Honigschleuder will gut überlegt sein: Wer eine Ausweitung der Imkerei auf mehr als zehn Völker plant, sollte von vorneherein ein Modell mit Elektroantrieb wählen. Im ersten Jahr wird es aber oftmals auch möglich sein, das Schleudern bei einem Imkerkollegen vorzunehmen. Ein Abfüllgefäß und eine auf die zu erwartende Honigschleudermenge abgestimmte Anzahl an Lagergefäßen rundet den Kreis der unbedingt erforderlichen Anschaffungen im ersten Jahr ab. Alles in allem hält sich die Höhe der Anschaffungskosten einem überschaubaren Bereich. Geräte wie Honigschleudern oder Wachsschmelzer können oftmals von (ehemaligen) Imkern günstig gebraucht übernommen werden.

Beratung und Förderung

Als erster Schritt ist die Kontaktaufnahme mit der nächsten Ortsgruppe einer Imkerorganisation zu empfehlen.
• Der Österreichische Imkerbund (für die Hobbyimker) unterhält mit seinen Landesorganisationen praktisch flächendeckend Ortsgruppen, die Neueinsteigern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dort erfahren Sie auch die Termine von Neueinsteigerkursen. Diese finden meist im Winter statt.
• Der Österreichische Erwerbsimkerbund vertritt die Inte­ressen der Erwerbsimker

• Als Dachverband der Imkereiverbände fungiert "Biene Österreich", in erster Linie zuständig für die Abwicklung von Förderungen und die Koordination der Zuchtarbeit (Tel. 01/334 17 21-70, Internet: www.biene-oes terreich, E- Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst ).
• Auch die für die Förderungsabwicklung zuständige Zahlstelle Agrarmarkt Austria steht für Fragen zur Verfügung: Tel. 01/331 51- 318, E-Mail
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2019 )
 
Neueinsteiger Drucken E-Mail
Geschrieben von Richard Kaiser   

Liebe Neueinsteiger / -innen!

Um die Neueinsteiger-Kurse möglichst effizient durchführen zu können, haben wir ein Skriptum zusammengestellt. Diese Unterlagen können direkt heruntergeladen werden.

Dieses Skriptum ist als "Speisekarte" zu verstehen, d.h. der jeweilige Kursleiter hat natürlich die Freiheit, selber Schwerpunkte zu setzen, da die zur Verfügung stehende Zeit sicher nicht ausreicht, alle Unterlagen im Detail durchzugehen.

Wir glauben aber, daß wir mit den vorhandenen Unterlagen ein seriöses Instrument geschaffen haben, daß Sie als Neueinsteiger das notwendige Rüstzeug zum Imkern bekommen.

Bei aller Theorie ist auch die Praxis außerordentlich wichtig, wir empfehlen daher allen Neueinsteigern sich im jeweiligen Ortsverein einen "Paten" oder "Patin" zu suchen, welche Euch in weiterer Folge auch nach Ende des Kurses mit praktischen Tipps und Anleitungen zur Seite stehen kann.

Wünschen einen erfolgreichen und interessanten Kurs und ein erfolgreiches Imkern.

Euer

Richard Kaiser

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Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2019 )
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Schlagzeilen

Im Herbst und Winter wird der Brutraum an die Bienenmasse angepasst

Im Frühjahr und Sommer wird der Brutraum an die Brutmasse angepasst

IM Jürgen Binder 

 
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