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Propolis hemmt als vorzügliches Antibiotikum zahlreiche Bakterien und Virusinfektionen. Es besitzt regenerierende und stabilisierende Wirkung, es steigert die Abwehrkräfte des Körpers und beugt Infektionen vor. Die im Propolis in großer Anzahl vorkommenden "Flavonoide" bewirken einen stärkenden Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, indem sie das Bindegewebe und die Blutgefäße festigen.           

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Der Grieche Hippokrates (460-377 v.Ch.) verwies bereits in der Antike auf die Wirkung von Propolis für Geschwüre auf der Haut und des Magen-Darmtraktes. Der Römer Gaius Plinius Secundus (23-79 n.Ch.) schrieb über die Wirkung von Propolis aus dem Bienenvolk. Wie die Ägypter verwendeten auch die Römer unter anderem Propolis zur Einbalsamierung ihrer Stammesfürsten und Feldherrn.

Der ARTIKEL zumThema: 

Propolis – das Geheimnis der Honigbiene
IM Matthias Fink, Februar 2007

 Der Mensch ist ein wesentlicher Bestandteil der Natur, aus der er stammt und aus der er sich nicht loslösen kann, ohne sich in Gefahr zu begeben. In Übereinstimmung mit einer naturnahen Umwelt ist unser seelisches und körperliches Gleichgewicht von besonderer Bedeutung. Leben mit unserer Natur bedeutet aber ständige Beobachtung und dynamische Anpassung an unsere geschaffenen Lebensgewohnheiten. Gesundheit ist dabei ein Zustand unseres körperlichen Wohlbefindens, der auch bei uns Menschen (wie bei den Bienen) mehr ist als nur das nichtvorhanden sein von Krankheiten. Die Mitgeschöpfe von denen wir in dieser Sache am meisten profitieren, ob bewußt oder unbewußt, sind unsere Bienen.

Wir wissen heute, daß es Bienen im herkömmlichen Sinne seit etwa 40-50 Millionen Jahren auf der Erde gibt. Das älteste Fossil wurde im Eckfelder Maar an der Eifel gefunden und wird auf 45 Mill.Jahre geschätzt.

 ·        Die ältesten Höhlenmalereien (Spanien) über Bienen sind etwa 12.000 Jahre alt.

·        Vor bereits 6000 Jahren verwendeten die Indianer (Inkas)Honig als Nahrung und Propolis zur Wundheilung.

·        Die Sumerer verwendeten vor 5000 Jahren Honig und Propolis zur Behandlung von Geschwüren und zur Wundheilung.

·        Breits als Medizin und Heilmittel fand Propolis , Honig und Bienenwachs eine große Verbreitung in der altägyptischen Heilkunde vor ca.4000 Jahren. Im großem Maße war das Wissen über die Bienenprodukte und ihre heilsame und kräftigende Wirkung auf den menschlichen Organismus bekannt.

In weiter Folge ist bekannt von den Griechen  und Römern (Plinius), daß man die Wirkung der Bienenprodukte auf den menschlichen Organismus in hohem Maße schätzte und auch wußte wie und wo einzusetzen.

Alles in allem wissen wir also, daß die Menschheit seit langer Zeit über Propolis, Honig und Bienenwachs Bescheid weiß und auch wußte, wie man diese Naturstoffe in der Naturheilkunde verwenden konnte. Bei uns wurde das Wissen in den letzten Jahrthunderten vor allen durch Mönche in den Klöstern erhalten und weitergegeben. So erhielt Propolis einen festen Platz in der Volksmedizin.

Ein Bienenvolk stellt das verkleinerte Modell einer natürlich überbevölkerten Population eines Tierstaates dar, der im Sommer aus ca.50.000 Individuen (und mehr) bestehen kann, die sich in einem Volumen von etwa 65 Liter Fassungsvermögen, dicht gedrängt bewegen und leben. In diesem Bienenstaat wo Bienenbrut, Honig und Pollen ausreichend vorhanden sind, gibt es natürlich eine ganze Reihe von Erregern, Parasiten und Fressfeinden die sich aus diesem süßen Vorrat ernähren wollen.

Was tun unsere Bienen ? Zum Schutz vor, in erster Linie Krankheitserregern und Pilzen, überziehen sie ihre gesamte Wabenoberfläche, einschließlich den Vorräten (Honig und Pollen), mit einem Schutzfilm aus natürlichem Antibiotikum. Dieses gewinnen sie durch Sammeln von Knospenharz von Pflanzen und Bäumen, vermischen es mit eigenem Wachs, Pollen und Drüsensekreten und erzeugen so das „Wundermittel“ – Propolis. Das Wort Propolis stammt aus dem griechischen und bedeutet pro=vor , polis=stadt also Verteidigungswerk (Schutzwall) vor einer Stadt.

Diese Substanz wirkt antiviral, fungizid und bakterizid.Neben den antibiotischen Wirksoffen hat es auch hochdosierte Flavonoide, welche einen stärkenden Einfluß auf das Herzkreislaufsystem besitzen. Propolis wird darüberhinaus von den Bienen verwendet zum Abdichten ihrer Behausung, aber auch nicht entfernbare Feinde werden damit vollständig überzogen (mumifiziert), konserviert und so Fäulnis und Verwesung verhindert.

Unter den Bienenrassen gibt es Unterschiede, betreffend die Sammelleidenschaft von Propolis. Unsere österreichische Carnica ist bekannt für ihre angepasste Fähigkeit an rauhes Klima und Temperaturschwankungen. Sie sammelt mit Vorliebe diese Naturharzstoffe, die ihr das Überleben sichern. Die Farbe von Propolis variiert von dunkelgelb bis braun, ja sogar rötlich kann der Farbton sein. Wir Imker versuchen vor allem im Spätsommer durch auflegen von feinen Gittern, Propolis in größeren Mengen zu gewinnen, um dieses natürliche Antibiotikum in gelöster Form der gesundheitsbewußten Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

In vielen Ländern auf der Welt wurde Propolis mittlerweile untersucht und analysiert. Noch immer ist keine absolute genaue Analyse verfügbar, vor allem weil die Inhaltsstoffe auch von den verschieden Pflanzenarten regional abhängig sind. Wir wissen aber mittlerweile, daß über 400 Inhaltsstoffe in diesem Naturstoff zu finden sind.

Viele Versuche in den Jahren 1970-2000 haben tolle Erfolge gezeigt. Als gesichert über die Wirksamkeit von Propolis können folgende Beobachtungen gelten:

·        umfassende bakterizide (antibiotische) Eigenschaft auf zahlreiche Bakterienstämme

·        eine hohe antivirotische Aktivität (u.a. gegen Herpesviren)

·        fungizide Wirkung gegenüber mehreren krankheitserregenden Pilzen

·        eine starke lokalanästhesierende Eigenschaft

·        wirkungsvolle , entzündungswidrige, durchblutungsfördernde, gefäßstützende (Flavonoide) und immunstärkende Eigenschaft

 Propolis besitzt durch sein natürliches Wirkungsgefüge ein sehr breites Wirkungsspektrum. Die Eigenschaften des Propolis spiegeln die ganze Vielfalt des Abwehrmechanismus in der Pflanzenwelt gegen Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) wieder. Propolis überträgt dies auf den Bienenstaat. Das fast einzigartige überleben der Honigbienen liegt sicher im Propolis begründet, dieser „Chemischen Waffe“ der Bienen gegen kranheitserregende Mikroorganismen.

Verdrängt in der Neuzeit durch synthetische Mittel, besinnen wir uns zunehmend wieder der altbewährten Naturschutzstoffe als Zusatz zur heute hochentwickelten Medizin. Propolis wird mittlerweile als Zusatzstoff in vielerlei Artikeln verkauft, wie wir sie auch bei uns im Imkerhof führen. So gibt es Propoliszusätze in Bonbons, Kaugummi (Wirkung auf die Atmung), Zahnpasten und Lippenstiften. Vor allem auch die Kosmetikindustrie hat sich die Erungenschaften der Wissenschaft zunutze gemacht und eine Vielzahl an Badezusätzen, Schampoos, Cremen, Sprays und Duschbädern entwickelt. Aber auch in Kapselform und natürlich als gelöstes Propolis für Mundtropfen oder zum auftragen auf die Haut bei Verletzungen gibt es Propolis. Wie bei fast allen Naturstoffen gilt besonders für alle Produkte aus dem Bienenvolk, daß es keine negativen Begleiterscheinungenn gibt, selbst nicht bei Überdosierungen.

 Nocheinmal die Wirkung zur Verwendung im einzelnen: 

·        zur Wundheilung u.a. bei Verbrennungen und Ekzemen

·        entkrampfende Wirkung

·        in der Zahnheilkunde

·        als Ohrentropfen

·        antithrombogene Wirkung

·        entzündungshemmend bei Gicht und Rheuma

·        wirksamsteigernd bei Antibiotika

·        Anwendung bei Grippe, Erkältungen, Bronchialastma, Darmentzündungen

 Viele therapeutische Erfolge in der Naturheilmedizin beruhen auf der Gesamtheit der im Propolis vorkommenden Stoffe – in der Zusammensetzung und der Konzentrationen der wirksamen Stoffe zueinander. Diese Erfolge lassen sich durch die Isolierung der Einzelstoffe und Prüfung ihrer Wirksamkeit mit modernsten Methoden im Labor bestätigen.

Man sieht also wie sich die Natur selber hilft, wie unsere Altvorderen bereits durch reine Beobachtung und Überlegungen auf diesen natürlichen Schutzstoff aufmerksam wurden und praktisch anwendeten. Pflanzen produzieren Stoffe gegen feindliche Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen. In der beschriebenen Kette profitieren wiederum Honigbienen zu ihrem Schutz davon und in weiter Folge auch wir Menschen. Die Natur macht uns die pflanzlichen Inhaltsstoffe, wie auch bei Honig und Pollen, über die Biene zugänglich und verwertbar für den menschlichen Organismus.

Aber Honigbienen sind für mich auch aus einem weiteren Grund von besonderer Bedeutung und verdienen unsere allergrößte Hochachtung. Sie bestäuben nämlich rund 85% aller Blütenpflanzen und sorgen damit für das Gedeihen unserer Nahrungsgrundlagen. Ein geradezu faszinierendes Miteinander zum gegenseitigen Nutzen. In dieser Symbiose der Pflanzen- und Insektenwelt hat sich unsere Honigbiene entwickelt. Ein Hochleistungsinsekt der Spitzenklasse, gelenkt durch Düfte und Pheromone, funktionierend in jeder Situation.

Täglich erfreuen wir uns alle am Erfolg dieses Systems, sichbar in Blüten und Früchten der artenreichen Pflanzenwelt und in den Produkten die uns die Biene schenkt. Ein System das sich seit 45 Millionen Jahren bewährt hat und Menschen wie Tieren gleichermaßen die Lebensgrundlage sichert.

Verfasser:
     
Matthias Fink, 5221 Lochen, Kerschham 78, anläßlich der Meisterarbeit (Auszug) für Imkerei - Meister
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Schlagzeilen

Im Herbst und Winter wird der Brutraum an die Bienenmasse angepasst

Im Frühjahr und Sommer wird der Brutraum an die Brutmasse angepasst

IM Jürgen Binder 

 
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