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Waldtracht - Klimaänderung 2009 Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Auswirkungen der Klimaänderung auf die Trachtverhältnisse in den Salzburger Gebirgsgauen:

 Wie hat sich das Klima in den letzten 40 Jahren verändert?

Für Saalfelden liegen seit dem Jahre 1970 eigene Wetteraufzeichnungen vor. Bezüglich der Temperatur ist ein Anstieg in allen Höhenlagen und über den gesamten Jahresverlauf zu verzeichnen. Die Temperaturzunahme ist besonders stark im Winter und in den Hochlagen. Als Folge ist der Gletscherrückgang und das Aufgehen des Permafrostes in den Hochlagen zu beobachten. Bezüglich des Niederschlages ist allgemein eine Zunahme zu beobachten, es fällt in den Gebirgsgauen gleich viel Schnee, die Niederschlagszunahme erfolgt durch größeren Regenanteil.

Die Sonnenscheindauer hat ebenfalls etwas zugenommen, aber auch der Nebelanteil. Dieser Widerspruch ist durch eine Verringerung des Bewölkungsanteils zu erklären.

Vegetationsentwicklung:

Auf Grund der genauen Aufzeichnungen über den Blühbeginn verschiedener Leitpflanzen in der Zeit von Feber bis Juni wird eine um acht Tage frühere Vegetationsentwicklung festgestellt. Dies entspricht einer Verschiebung um ca. 300 - 400 Höhenmeter.

Spezielle Witterungsänderungen im Jahresverlauf:

Die Temperaturzunahme ist nicht über das ganze Jahr gleich. Positive Abweichungen um mehr als ein Grad Celsius vom Mittelwert der Jahre 1970 bis 2009 treten im Frühjahr (April, Mai, Juni) auf. Gering hingegen ist die Temperaturzunahme im September, Oktober und November. Dementsprechend gibt es auch mehr Schönwetter im April, Mai und teilweise im Juni. Die Niederschläge sind im April und Mai, sowie im Dezember und Jänner geringer. Höhere Niederschläge gibt es von September bis November und im Feber und März.

Blühtermine seit 1970:

Die Beobachtung der Blühtermine bezieht sich auf den Pinzgau  (Saalfelden). In der folgenden Tabelle sind die Blühtermine von Leitpflanzen auf das gesamte Frühjahr verteilt angeführt, angefangen mit Hasel über Saalweide, Marille, Kirsche, Apfel und

Beginn der Waldtracht: (Die Termine wurden festgelegt, wenn 10% der Blüten offen waren).

Bezüglich des Beginns der Waldtracht wurde festgelegt, dass Honigtautropfen der Lecanie mit freiem Auge sichtbar waren. Tabelle: http://tinyurl.com/y9xq4nr . Aus der Tabelle ist zu entnehmen, dass der phänologische Ablauf (Blühzeiten) in den Monaten  März bis Mai derzeit um acht Tage früher als in den 70er und 80er Jahren erfolgt. Wenn man  auch im Herbst ein späteres Vegetationsende annimmt, so verlängert sich die gesamte Vegetationszeit über das Jahr um rund zwei Wochen.

Die Waagstockveränderungen von 1974 bis 2009: Die beobachteten Jahre wurden in drei Abschnitte geteilt, um eine Veränderung exakt festzustellen. Die Zunahmen beginnen mit der Apfelblüte, beziehungsweise zwei bis drei Tage vorher, wo bereits Löwenzahn und Birne blühen.

Das Ende der Tracht wurde mit jenem Datum festgelegt, wo die Abnahmen bereits größer sind  als die Zunahmen.

                                   DI Horst Nöbl, Trachtbeobachter Sbg.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 7. Januar 2010 )
 
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Schlagzeilen

Mein eindringlicher Wunsch:

Wissenschaftler und Praktiker mögen an diesem Projekt (VSH) gemeinsam arbeiten zum Wohle der praktischen Imkerei… …und die lächerlichen und künstlich aufrecht erhaltenen Rassendiskussionen ad acta legen… …krankeitsresistenten und varroaresistenten Bienen gehört die Zukunft auf der ganzen Welt. Farbe und Rassenstandards sind Vergangenheit!

Paul Jungels 

 
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