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Lungauer Honigernte 2018 ausgefallen Drucken E-Mail
Geschrieben von IM Matthias Fink   

Lungauer Nachrichten:

Redakteur Hannes Perner berichtet aus Tamsweg / Lungauer Imker hoffen weiter: Es war ein Jahr ohne Honig !

Rund 220 Imker gibt es im Lungau. Tendenz steigend. Die heurigen Wetterverhältnisse waren alles andere als geeignet. Gauobmann Leonhard Gruber geht darauf im LN-Gespräch näher ein.

Rund 550 Kilogramm Honig erwirtschafteten die rund 40 Bienenvölker mit bis zu 50.000 Bienen von Imker Leonhard Gruber im Vorjahr. Heuer ist der Ertrag nicht damit vergleichbar. Knapp 70 Kilogramm-nur Löwenzahnhonig-sind es 2018. Leonhard Gruber: „Problem war die lange Kälte im Frühjahr und ein rascher Temperaturanstieg während der ersten Blüte. Der Löwenzahn blühte Mitte April - also zwei Wochen früher als üblich. Der Zeitpunkt zum Sammeln kam zu früh und zu spontan. Die Völker waren noch nicht soweit." Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der gebürtige Unternberger Imker. So eine Situation wie heuer kannte er noch nicht: „Heuer blühte auch der Wald intensiv. Bäume hatten keine Reserven für Honigtau. Die ganze Energie wurde für die Produktion von eigenem Blütenstaub verbraucht. Im Juni, als wir auf Himbeeren gehofft hatten, hat es viel geregnet. Dass alle Dinge so zusammenfallen, das gab es noch nie", sagt der50-Jährige. Um die nächste Generation an die Imkerei heranzuführen, gibt er Kurse, an denen auch regelmäßig Erwachsene teilnehmen. „Wir müssen Gott sei Dank nicht vom Ertrag Leben. Natürlich entstehen Kosten, weil kaum Honig geerntet wurde und die Bienen zusätzlich gefüttert werden müssen. Honig ist für Bienen der Wintervorrat." So brauchte es bisher rund 15 Kilogramm Zucker pro Volk zur Fütterung im Winter. Heuer seien es 25Kilo. Auch in der Landwirtschaft sieht er Potenzial zu Verbesserungen: „Oftmaliges Mähen und Gülle sind schlecht. Man vernichtet Blüten und Kräuter. Das ist nicht nur für Bienen schlecht, sondern auch für Kühe. Studien besagen, Artenvielfalt der Pflanzen und Bakterienkultur im Boden bewirken eine Leistungssteigerung in der Landwirtschaft. Dies wäre ein Ansatz", sagt der Gauobmann der Imker. Ein Sprichwort hat ihn dabei geprägt: „Mich erinnert es an das Sprichwort ,Reiche Väter, arme Söhne‘. In der Landwirtschaft muss es das Ziel sein, nachhaltig zu wirtschaften. Die Reine Lungau ist der Schritt in die richtige Richtung."

THEMA DER WOCHE

gruber leonhard 2018.jpg

Und was fasziniert ihn an den Bienenvölkern? „Mich fasziniert der Zusammenhalt des Volkes. Alle Bienen müssen zusammenhalten, um durch den Winter zu kommen. Wer jammert, überlebt nicht. Das Volk arbeitet sehr wirtschaftlich. Bienen fliegen nicht umsonst. Sie fliegen nur, wenn es Blütenstaub, Nektar und Wasser gibt." Und wie überträgt sich das Zusammenspiel der Bienen auf den Menschen? „Die Kraft der Natur im Frühling ist überwältigend. Alles wächst und gedeiht. Ohne Bienen geht es nicht. Laut Einstein hätten wir ohne Bienen nur mehr wenige Jahre zu leben. Der Honig ist ein positiver Nebeneffekt und war das erste Süßungsmittel der Menschen. Generell sollte der Mensch den steigenden Zuckerverbrauch reduzieren. Anstatt Zucker sollte man Honig verwenden."

Tageszeitung Lungauer Nachrichten vom 20. September 2018

Leonhard Gruber ist Gauobmann im Salzburger Lungau, Danke für den Bericht ! 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 25. September 2018 )
 
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