Imkerei und Bienenzucht

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Artikel von IM Matthias Fink

    Die Faszination „Bienen“

Die Faszination eines Bienenvolkes zieht sehr viele, selbst manchen Nichtimker in ihren Bann. Die Vorgänge in der Natur, vor allem die Vermehrung und Entwicklung der Pflanzen in Verbindung und teilweiser Symbiose mit einer riesigen Anzahl an Insekten ist geradezu hinreißend. Image

Wir Imker wissen: nur die Bienen sind in der Lage als großer Insekten-staat  die wertvollen pflanzlichen  Naturstoffe zu sammeln und dem Menschen zur Verfügung zu stellen. Über Honig, Propolis, Gelee Royal und vor allem auch den so wertvollen Blütenpollen, macht uns die Biene diese pflanzlichen Inhaltsstoffe zugänglich für den menschlichen Organismus. Allein die Inhalte echten heimischen Bienenhonigs von mittlerweile über 200 wissenschaftlich nachgewiesenen Naturstoffen verdeutlichen, wie wertvoll und wichtig die Biene für uns alle ist, ganz abgesehen von der noch viel größeren Bedeutung  durch die Bestäubungstätigkeit in der Natur.

Die pheromongesteuerten Abläufe in einem Bienenvolk sind geradezu phantastisch, spannend, vorbildlich. Der Bienenstaat, ein faszinierendes Modell dafür, wie tausende Individuen auf engem Raum friedlich zusammenleben, funktioniert in allen Situationen. Man spürt instinktiv: hier passiert etwas ganz Großes. Die Ruhe und Stärke die ein Bienenvolk ausstrahlt, hat mich schon in früher Kindheit begeistert. Das angenehme Summen und Brummen, der intensive Geruch nach Wachs und Propolis in der alten Bienenhütte das Vaters, sind bei mir von klein auf gespeichert. Das Wechselspiel der Gefühle zwischen Angst und Neugier in der Kindheit, ist lange gewichen der Gewißheit und der Ehrfurcht, dass Bienen an den Grundlagen der Evolution arbeiten. Einen Teil unseres Lebens dürfen wir sie dabei begleiten, beobachten und beschützen.

Obwohl viele etwas vorsichtig sind, so übt ein Bienenvolk doch für jedermann eine magische Anziehungskraft aus. Bereits das geschäftige Treiben am Flugloch, aber noch viel mehr die direkte Einsicht beim Öffnen eines Volkes versetzt uns in Erstaunen und Bewunderung. Die Wissenschaft hat  in den letzten Jahren großartige Errungenschaften über Bienen offenbart, welche die alten Weisheiten noch weit übertroffen haben. Noch lange haben wir die Bienen nicht begriffen, geschweige denn, dass wir sie jemals vollständig verstehen werden. Durch mehr Wissen gelingt es uns Imkern, mit etwas Einfühlungsvermögen, sehr hochwertige Produkte mit Hilfe unserer Bienen zu erzeugen. Viele dieser Erzeugnisse sind seit der Antike bekannt und haben positive Einflüsse auf unseren Organismus. Honig ist eben nicht gleich Zucker und bringt vor allen Dingen die notwendigen Beistoffe selbst mit um vollständig verwertet werden zu können. Persönlich liegt mir sehr daran, dass die Produkte naturbelassen so wie sie sind, geerntet werden um sie an den Konsumenten weiterzureichen.

Unser Wohlsein hängt in weiten Bereichen,viel mehr als uns bewußt ist, von den Bienen ab.Wir alle wollen gesund alt werden. Bienenprodukte können dazu ganz wesentlich beitragen, bei sorgfältiger, hygienisch einwandfreier Gewinnung und Verarbeitung,  vor allem aber, wenn man sie richtig und regelmäßig verwendet und zu sich nimmt.

In tausenden von Jahren ist es der Menschheit  nicht gelungen der Biene ihre Freiheit zu nehmen. Nach wie vor ist sie trotz  der Haltung und Pflege durch den Imker ein Wildtier geblieben. Gott sei Lob und Dank!

Durch die Einschleppung der Varroamilbe ist die Biene aber heute auf  uns Imker angewiesen (weit haben wir es gebracht!). Ohne unsere fürsorgliche Pflege würde die Biene durch diese Milbe heute mit großer Wahrscheinlichkeit aussterben. Wir werden damit immer mehr von Bienenhaltern zu Bienen-Erhaltern. Dieser Verantwortung ist sich die Imkerschaft auch in Salzburg bewusst. Gerade im Bundesland Salzburg sind wir in Sachen biologischer  Varroabekämpfung in einer Art Vorreiterrolle. Wir versuchen seit zwanzig Jahren, die Milbe mit biologischen Behandlungs-mitteln und Methoden zu bekämpfen, um keine Rückstände in unseren wertvollen Bienenprodukten zu haben. Das Konzept dazu heißt seit langen Jahren - Api Life VAR + Bienenwohl + biotechnische begleitende Maßnahmen.

Der gegebene Urzustand der Proukte muß erhalten werden. Mit natürlichen Säuren und ätherischen Ölen auf dem Gebiet der Varroabekämpfung sind wir hier auf einem sehr guten Weg im Dienste unserer Bienen und der Umwelt. Die Verluste bei der Auswinterung im Frühjahr halten sich in Grenzen. Durch Schulungen des Landesvereins und Nachwuchsförderungen bemühen wir uns  allfällig auftretende Völkerverluste möglichst schnell auszugleichen. Jungvölker mit jungen Königinnen sind das Rückgrad jedes modernen Imkereibetriebes heutzutage. imkerkurs kastenauer.jpg

Mit dem Ausbau in der Gemeinde Koppl ist es der Salzburger Imkergenossenschaft erstmals gelungen ein richtiges Zentrum für die Imkerei in Salzburg zu schaffen - jetzt völlig neu seit 2013 in einem modernen Gebäude. Schulungen und Kurse können nun an einem Treffpunkt abgehalten werden, auch alle Gerätschaften für die Imkerei werden soweit als möglich zur Verfügung gestellt. Für die Zukunft ist uns die Förderung des Nachwuchses ein besonderes Anliegen, besonders auch viele Frauen beginnen sich für die Bienen zu interessieren. Hier beginnt sich langsam ein Trend zu formieren - Imkerinnen braucht das Land.

Wir laden alle ein sich mit dem „Sonnentier Biene“ zu beschäftigen, sich die faszinierenden Abläufe in einem Bienenstaat vor Augen zu führen die ihresgleichen einzigartig sind. Die Bienen haben die Menschheit auf der ganzen Welt schon immer beschäftigt. Freuen wir uns, dass wir mit modernen Haltungsbedingungen heute, unsere Honigbiene züchten, pflegen und erhalten dürfen, welche dadurch nach wie vor mit unserer Hilfe ihre Aufgabe in der Natur für alle voll erfüllt. 

                                         Imkermeister Matthias Fink 

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FOTO: Finkunterschr.gif                           

 

 

 

   

Bienensterben auch in Salzburg

          ( Bericht vom Jänner 2011-aktualisiert 2017/Fink)

Das große Bienensterben in den USA ist mittlerweile legendär auch, wenn die Ursachen dafür noch immer nicht genau bekannt sind. Inzwischen sind auch die Massenmedien in Europa mobil gemacht und bringen Beiträge zu diesem hochbrisanten Thema, den auch bei uns sterben die Bienen in mehr oder weniger großem Ausmaß. Kommt ein Verbot von Glyphost in Frankreich, Deutschland oder Österreich ?

Leider wird hier viel zusammengemixt: Auslöser dieser Berichtswelle ist und war das Auftreten eines massiven Bienensterbens in den USA. Das Colony Collapse Disease (CCD) Bienenvolk-Kollaps benannte Phänomen, äußert sich in einem regelrechten Auflösen der Völker. Nahezu alle flugfähigen Bienen verlassen den Stock, die Königin bleibt alleine mit großen Brutflächen und wenigen Jungbienen zurück. Solche Völker erholen sich nur schwer oder gar nicht und fallen für die gerade in den USA bedeutsame Bestäubungswirtschaft gänzlich aus. Eines wissen wir heute sicher: CCD ist eine Mischung zwischen dem Zusammenspiel von vielen Faktoren wie - Betriebsweise, Umweltgifte, Beiz-und Spritzmittel sowie Varroamilbe und deren Bekämpfung in Verbindung mit mehreren Virenstämmen. Eine der Ursache für höhere Ausfälle vermuten aber auch bei uns Imker im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: "Wir glauben, dass das auf keinen Fall die Varroa (-milbe, Anm.) allein ist, sondern Pestizide." Beim Raps beispielsweise werde auch weiterhin mit sogenannten systemischen Mitteln gearbeitet. Dabei handle es sich um Stoffe, welche die Pflanzen aufnehmen: "Die ganze Pflanze wird dann zum Insektizid."
pfirsichbluete italien.jpg Dieses dramatische Bienensterben wird gerne gemeinsam mit dem bei uns in Europa beobachteten Bienensterben während der Winterruhe in den gleichen Topf geworfen. Hierzu gibt es aber kein einheitliches Meinungsbild, da die Betriebsweisen und Betriebsziele doch gravierend unterschiedlich sind.

Klar ist: Die Honigbiene ist als Bestäuber von enormer wirtschaftlicher Bedeutung, sie wird in dieser Hinsicht noch immer weit unterschätzt. 

Die Ursachen der CCD sind unbekannt, besser gesagt nicht genau bekannt, wie bereits erwähnt. Von gentechnisch veränderten Pollen bis über Handy-Strahlung und  Rückstände von Beiz- und Spritzmitteln, werden alle möglichen Ursachen untersucht. Folgekrankheiten vor allem durch Viren und Nosema führen schlußendlich zum Tod von vielen Bienenvölkern. Allerdings ist die besonders betroffene amerikanische Berufsimkerei kaum mit dem Imkereiwesen vergleichbar, das bei uns in Österreich oder speziell in Salzburg praktiziert wird, so dass auch die spezifische "Massentierhaltung" mit einseitiger Ernährung in den USA durchaus ein Problem sein könnte. Tausende Völker in die Mandelblüte zu stellen, um tausende Hektar Mandelbäume zu bestäuben, ist keine natürliche Sache. Einseitige Ernährung in diesem Milieu schmälert wahrscheinlich auch die Widerstandskraft der stressgeplagten Völker. Ähnlich verhält es sich sich in Europa mit Maispollen, mancherorts auch mit gespritzten Rapspollen. Generell beobachtet man einen einen massiven Rückgang aller Insekten (in Deutschland schätzt man bis zu 75%), es handelt sich um ein globales Problem.

Ebenso umstritten sind die Ursachen der winterlichen Bienenvolkverluste in Europa, im Speziellen Deutschland und Österreich. Die bei uns  teilweise stark erhöhten Winterverluste, sind in aller Regel auf die falsche oder unzureichende Wintervorbereitung wie z.B. der Bekämpfung von Varroamilben zurückführen. Die Imker fürchten sich aber auch vor noch unerkannten Viruserkrankungen der Bienen oder auch der Belastung durch Saatgutbeizmittel wie Imidacloprid oder Chlotianidin. Chemische Rückstände werden auch über das sogenannte Guttationswasser der Pflanzen abgegeben und können so von Bienen aufgenommen werden. Dass Beizmittelrückstände  die Darmflora der Biene schädigen und damit die Darmkrankheiten fördern, daß diese Stoffe auch Auswirkungen auf die Orientierung der Biene haben, ist mittlerweile bewiesen. Hier gibt es jedoch noch immer kein einheitliches Meinungsbild unter den daran forschenden Gruppen und Universitäten. Leider!bienenstand kerschham 2.5.2005.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Honigbiene ist nach dem Schwein und Rind, noch vor dem Huhn, das bedeutsamste Wirtschaftstier im deutschsprachigen Raum (ich würde behaupten weltweit). Eine neueste, späte Erkenntniss  und zwar wie gesagt aufgrund der enormen Bestäubungsleistung in der Natur. Leider wird diese kaum wahrgenommen, weder von den Landwirten noch von der Bevölkerung im Allgemeinen. Selbst viele Bauern denken, dass das Bestäuben ja schon irgendwie von selbst passieren würde, also selbstverständlich ist. So ist das Zahlen einer Bestäubungsprämie bei uns an die Imker, wie z.B. in den USA längst üblich, hier noch die absolute Ausnahme. Die flächendeckende Bestäubung ist auf Grund der beheimateten Kleinimkerei (Hobbyimkerei) immer gesichert, selbst wenn einzelne Stände ausfallen.

Unbestritten hingegen ist die Qualitäts- und Ertrags-steigerung, die sich infolge der Bestäubung durch Honigbienen wissenschaftlich dokumentieren lässt (bessere Erträge, größere Früchte). Zwar versuchen  Hummelzuchtbetriebe vor allem in den Niederlanden  in diesen offenbar wachsenden Markt einzudringen (Tomatenbestäubung), doch ist auch klar, dass diese Zuchthummeln keine dauerhafte Lösung sein können und werden. Die Honigbiene als Massentrachtsammler ist das wichtigste Glied, angesichts einer ständig schrumpfenden Auswahl an Alternativen, denn auch die Solitärbienen sind in unserer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft im starken  Rückgang begriffen.

Nicht zuletzt ist das "Modell Honigbiene" ein überzeugendes, reizvolles und faszinierendes Evolutionsprodukt, welches der Bienenforscher Jürgen Tautz in seinem Buch "Phänomen Honigbiene" zu Recht auf die Stufe des Menschen stellt, das im Punkto Kommunikation, Lernvermögen und Leistung weiter ist als man es diesem kleinen Brummer zuzutrauen vermag. Damit ist die Biene ein ebenso wichtiges wie unersetzliches Stück Natur, das unsere Umwelt und Artenvielfalt seit Millionen von Jahren erheblich mit gestaltet hat.

Die Honigbiene ist gefährdet ! Sind Auswege in Sicht ?

Der Rückgang der Bienenpopulation in der ganzen Welt ist kein neues Phänomen. CCD und die Winterverluste beschleunigen ihn allenfalls nur. Die weltweite Verschleppung der Varroa-Milbe und die zu erwartende Verschleppung von weiteren Parasiten, wie etwa dem kleinen Beutenkäfer oder einer asiatischen Großwespe (Wespa Velutina) in Europa haben dafür gesorgt, dass aus dem Wildtier Biene ein mehr oder weniger vom Menschen abhängiges Haustier geworden ist, besser gesagt ein domestiziertes Wildtier. Ohne unsere fürsorgliche Pflege würde die Biene durch diese Milbe heute mit großer Wahrscheinlichkeit aussterben. Wir werden damit immer mehr von Bienenhaltern zu Bienen-Erhaltern. Dieser Verantwortung ist sich die Imkerschaft auch in Salzburg bewusst. Es braucht der beständigen Pflege und damit Menschen, die sich mit Bienen beschäftigenSei es durch simple Bienenhaltung, Bienenzüchtung oder gar Erforschung. Und hier liegt sicherlich die wichtigste Herausforderung der Wissenschaftler in Zukunft.

Die in Europa beständig alternde Imkerschaft muss verjüngt werden, die Bienenhaltung müßte wieder Normalität werden, auch in Kreisen der Landwirtschaft. Positive Trends in die richtige Richtung sind erkennbar, es gibt derzeit einen regen Zulauf zur Imkerei in ganz Europa. Die Aufgabe ist dennoch schwierig in Zeiten, in denen scheinbar jeder Nachbar sofort zum Bienengiftallergiker mutiert, wenn der erste Bienenstock aufgestellt wird, oder wenn sofort die Rechtsanwaltskeule geschwugen wird, sobald die erste Biene am Swimmingpool auftaucht. Wir erleben das auch im Bundesland Salzburg, man muß aber dazusagen, dass der Zulauf zur Imkerei gerade durch die genannten Vorgänge wieder in Gang kommt. Es gibt zunehmend Leute die aufmerksam geworden sind, auch beobachten wir eine verbreitete Sensibilität gerade für die Honigbienen. Im Zuge einer grünen Welle ist es wieder "In" sich mit Honigbienen zu beschäftigen.

Die Vernunft des Konsumenten ist gefragter denn je !

Was uns der  Fleischsskandal (Pferdefleisch, Schweinefleisch) wieder vor Augen geführt hat, sollte uns eigentlich schon längst wachgerüttelt haben. Leider vergessen wir alle viel zu schnell, da der konsumgelagte und verwöhnte Mensch sich nicht weiter mit irgend etwas belasten will. Wenn wir als Verbraucher immer zu den billigsten Lebensmitteln im Supermarktregal greifen, braucht man sich über derartige Vorfälle nicht zu wundern, im Gegenteil: dies ist eine Folge davon. Nicht Politiker oder Behörden sind hier die Hauptschuldigen, jetzt mal abgesehen von der teilweise irreführenden Etikettierung oder Deklarierung von solchen Lebensmitteln. Nur unser erhöhtes, bewußtes Konsumverhalten kann derartige Fälle verhindern. Ob die Gesellschaft dafür reif ist, würde ich allerdings trotz all dem sehr stark bezweifeln. Die Gier nach dem Geld, war immer schon das große Übel aller Zeiten.

Imkerei muss sich  in Zukunft wieder mehr lohnen. Dass die Honigpreise noch immer zu niedrig sind, daran sind aber wir Imker selbst schuld. Angebot und Nachfrage funktioniert in Zeiten des globalen Handels zumindest in Deutschland und Österreich vorläufig nur mehr sehr beschränkt, die "Großen" haben das Sagen. Solange hier der Discounter Honig aus, z.B. Argentinien, im Geschäft für drei Euro je 500 g Glas zu erwerben ist, obwohl er auf dem Weg hierher bereits seinen Beitrag zur Klimaerwärmung geleistet hat. Groteskerweise oft sogar noch als "Biohonig" bezeichnet ! Übrigens eine Bezeichnung die es für mich nicht gibt, in der heimischen Imkerei sind wir alle BIO, aber niemand erzeugt Biohonig.

Es braucht  viel Aufklärung und Mühe unserem Kunden zu erklären, warum das Glas aus heimischer Imkerei eben nicht unter sieben Euro per 500 g zu bekommen ist. Wer auf Discounter Honig verzichtet und auf regionale Produkte setzt, unterstützt die heimische Imkerschaft und die heimische Landwirtschaft.

Honig ist ein Qualitätslebensmittel höchster Güte und das muss es auch bleiben. Ohne Einsatz von Antibiotika und anderen Zusätzen oder Behandlungsweisen, wie der Filtrierung unter Hochdruck, wo versucht wird durch Pollenfiltrierung den genetischen Abdruck der Herkunft zu verschleiern. Auch in der Bekämpfung der Varroamilbe dürfen nur Substanzen eingesetzt werden, die absolut keine Rückstände in den wertvollen Honig-und Bienenprodukten hinterlassen. Hier sind wir in Salzburg auf einem sehr guten, ich meine richtigen Weg. Wir haben keiner Freude daran, dass große Konzerne jetzt wieder chemische Präparate zulassen zur Varroabekämpfung, wohl weil man den Markt sieht.

Und nicht zuletzt muss dieser "Kelch" auch an die hiesige Landwirtschaft und deren Vertreter sowie deren landwirtschaftlichen Subventionspolitik weitergereicht werden.

 Das Bestehen bunter Feldraine, die abwechslungsreichere Anbau-gestaltung und das Dulden bunter Brach- oder Magerwiesen, sollte wieder der Normalfall werden, wenn man wirklich den Bienen helfen will. Davon profitieren dann nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Fauna der Kulturlandschaft und in letzter Konsequenz wir Menschen. Man muss anerkennen, dass es in Österreich diesbezüglich schon gute Projekte gibt, die auch gefördert werden über die Länder und Landes-Jagdverbände.

Angesichts der Horrormeldungen aus der industrialisierten Landwirtschaft ist allerhöchste Aufmerksamkeit geboten. "Wenn die letzte Biene stirbt, hat die Menschheit noch vier Jahre zu leben", dieser nicht wörtlich gemeinte Spruch von Einstein sollte uns allen schön langsam zu denken geben.

                                         Matthias Fink, Imkermeisterunterschr.gif

                                                            

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Januar 2018 )
 
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Seit 8. Juli 2014 gilt die Zulassung für BienenWohl als Behandlungsmittel gegen die Varroamilbe bei Honigbienen.
 
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